Frieden ist geil
Frieden ist geil

Gedicht der Woche

Die folgenden Gedichte sind ausnahmslos vom Inhaber dieser Website verfasst.

Die mit einem (*) gekennzeichneten Texte sind bereits 1993 unter dem Namen "Wolfgang Mack" im R. G. Fischer Verlag erschienen.

 

 

 

 

Woche 1/2019

 

Krieg und Frieden

 

 

Liebe erblüht

Durch Frieden

Frieden erwächst

Aus Liebe

 

Krieg entsteht

Aus Hass

Hass gebiert

Den Krieg

 

Liebe entsteht

Aus dem Krieg

Hass unterwandert

Den Frieden

 

Krieg untergräbt

Die Liebe

Frieden nährt heimlich

Den Hass

 

Ohne Liebe

Kein Hass

Ohne Hass

Keine Liebe

 

Ohne Krieg

Kein Frieden

Ohne Frieden

Kein Krieg

 

Krieg bricht aus

Frieden kehrt ein

Hass zerstört

Liebe heilt

 

Krieg zerstört Liebe

Hass zerbricht Frieden

Krieg schlägt den Frieden

Hass siegt über Liebe

 

Liebe kämpft

Gegen Hass

Frieden wehrt

Dem Krieg

 

Ohne Krieg

Keine Liebe

Ohne Hass

Kein Frieden

 

Braucht Liebe

Den Krieg

Damit Hass

Frieden schafft?

 

 

 

Woche 52/2018

 

Am Himmel ein Stern

 

Und wieder ein Jahr

Und alle Jahre

Liebe und Friede

Harmonie

Und Hoffnung

Auf bessere Zeiten

 

Am Himmel zog

Ein Stern vorbei

Wie jedes Jahr

Einer von vielen

Myriaden

Wir sehen nur ihn

Hell und leuchtend

Strahlend schön

Myriaden von Lichtern

Myriaden von Sternen

Hier in der Welt

Vor unseren Augen

Jedes Leben ein Stern

Ein Licht im Dunkeln

Draußen wie hier

Milliarden von Sternen

Lichter im Dunkeln

Entsteh'n und Vergeh'n

 

Am Himmel ein Stern

Unter Myriaden von Sternen

Wir sehen nur Einen

Nur einmal im Jahr

Wir lassen ihn ziehen

Er ist unerreichbar

Da draußen im All

Und kommt doch immer wieder

Alle Jahre wieder

Singen wir ihn herbei

 

Am Himmel ein Stern

So viele auf Erden

Jedes Leben ein Licht

Der Stern am Himmel

Er zieht vorüber

Jahr für Jahr

Viele zogen vorbei

Vor unseren Augen

Und dann dieses Licht

Es brennt für uns

Eines für Jeden

Und meines für Euch

Mein Licht im Dunkeln

Für Liebe und Frieden

Und Hoffnung

Auf bessere Zeiten

 

 

 

Woche 51/2018

 

Weihnacht

 

Oh, Du Fröhliche?

 

Kinderstimmen singen süß,

Während Kinder Hungers sterben.

Derweil

Schießen Männer,

Die die Kraft dazu noch haben,

Aufeinander, um damit

Für ihr vermeintlich' Recht zu werben.

 

Stille Nacht?

 

Friedlich sind heut' nacht nur die,

Die nicht um's nackte Leben bangen.

Derweil

Ist der Himmel,

In den wir Alle heute schauen,

Von den Tränen derer,

Die gestorben sind, verhangen.

 

Ihr Kinderlein kommet?

 

Ich frag mich nicht nur heute Nacht,

Zu wem die Kinder kommen sollen.

Derweil

Ist's nicht einfach,

Dass wir den Kindern all das geben,

Was sie in dieser Zeit von uns

Am dringendsten doch haben wollen.

 

Es ist ein' Ros' entsprungen!

 

Wir bau'n uns eine Welt aus Stein.

Und doch gibt es noch echte Rosen.

Derweil

Sollten wir doch

Trotz der Rosen Dornen wissen,

Dass es einen Trost gibt,

Trotz der Zeit, der hoffnungslosen.

 

 

 

Woche 50/2018

 

Friede den Menschen

 

Wir wünschen uns Frohe Weihnacht

Und Frieden für jedes Haus.

Wir singen von Gottes Liebe

Und denken, "Das reicht schon aus".

Wir singen die alten Lieder

Und beten wie jedes Jahr

Und sehen nicht

Das große Licht

Und wieder wird es nicht wahr.

 

Wir wünschen uns stille Weihnacht,

Wo Keiner den Andern quält.

Kein Töten und keine Panik

Bei uns und im Rest der Welt.

Wir reden von Mut und Hoffnung

Und über Gerechtigkeit

Und sehen nicht,

Wie sie zerbricht,

Und hören nicht, wie sie schreit.

 

Wir wünschen uns weiße Weihnacht,

So rein und so still und schön.

Wir schauen in Kinderaugen

Und lernen sie zu verstehen.

Wir könnten wie Kinder werden,

Begreifen, was wirklich zählt,

Ein Augenblick

Unendliches Glück

Und Friede kommt in die Welt.

 

 

 

Woche 49/2018

 

Sternenstaub

 

Manchmal möcht' ich träumen,

Träumen jede Nacht,

Nicht einen Traum versäumen,

Verzückt von seiner Macht.

Lässt mich der Welt entgleiten,

Zeigt mir ein andres Land,

Wo all die Grausamkeiten,

Die uns hier begleiten,

Jetzt und für alle Zeiten

Verweh'n wie feiner Sand.

 

Es ist der Traum der Träume,

Fern jeder Wirklichkeit.

Die Phantasie kriegt Beine,

Wird vom Verstand befreit.

Sie bleibt nicht hinter Mauern,

Wird nie mahr eingesperrt,

Wird Stürme überdauern,

Schmerz und Leid betrauern,

Wird unermüdlich lauern,

Von Sehnsucht schier verzehrt.

 

Legt Ihr sie auch in Ketten,

Sie sprengt sie mühelos,

Will Eure Herzen retten,

Stellt all die Schlauen bloß.

Sie misst sich mit den Weisen,

Sich selbst doch nie genug.

Sie geht mit Dir auf Reisen,

Muss sich nichts beweisen,

Nicht um sich selbst nur kreisen,

Denn sie ist viel zu klug.

 

Sie hat Dir nichts zu sagen,

Wenn Du nicht danach fragst.

Sie stellt Dir keine Fragen,

Die Du nicht auch zu fragen wagst.

Auch in des Zweifels Fängen

Will sie stets bei Dir sein,

Will Dich in all den Zwängen

Nie zu etwas drängen.

Sie lässt Dich niemals hängen.

Sie lässt Dich nicht allein.

 

Du träumst ihn immer wieder,

Diesen verrückten Traum.

Zwingt Dich das Leben nieder,

Willst Du den Himmel schau'n.

Du hast zu lang geschwiegen,

Doch nun ist es vorbei,

Lässt Dich nicht mehr verbiegen,

Nie mehr Dich betrügen.

Nie wieder willst Du lügen,

Bist Deiner Seele treu.

 

Das Leben hat Dich wieder,

Doch noch spürst Du den Schmerz.

Du schlägst die Augen nieder

Und betest in Dein Herz.

Tief drin in Deinem Wesen

Wird immer Wahrheit sein.

Du kannst sie darin lesen.

Was immer auch gewesen,

Wird mit der Zeit vergessen.

Was bleibt, ist schwacher Schein.

 

Die Zukunft wird es zeigen,

Was für ein Mensch Du bist.

Wenn sich die Tage neigen,

Von wem wirst Du vermisst?

Wievielen, die Dich baten,

Hast Du Dich selbst geschenkt?

Und wen hast Du verraten

Mit Worten und mit Taten?

Wie groß ist dann Dein Schatten,

Der über Dich sich senkt?

 

Wer drückt auf Dein Gewissen,

Der Dir blind vertraut?

Wird er Dich je vermissen,

Dem Du denWeg verbaut?

Kannst Du dich noch entsinnen,

Was er durch Dich erfahr'n?

Wirst Du Dich je besinnen?

Kannst Du dem entrinnen?

Hörst Du nicht schon die Stimmen?

Was hat er Dir getan?

 

Er will doch auch nur leben.

Er nimmt was man ihm gibt.

Er würde alles geben

Für Alle, die er liebt.

Willst Du ihm denn verwehren,

Was doch am meisten zählt?

Und willst Du Dich verschwören,

Nicht auf Dein Herz zu hören,

Die Hoffnung zu zerstören,

Die Dir schon lange fehlt?

 

Manchmal möcht' ich träumen,

Träumen jede Nacht,

Von Blumen und von Bäumen

Und von der Schöpfung Pracht,

Von unendlichem Frieden,

Der so vollkommen scheint,

Der alles was wir lieben,

Was wir zu lieben üben,

Was nach dem Krieg geblieben,

Für immer in sich eint.

 

So lass uns wieder träumen,

Auch wenn uns Keiner glaubt.

Wir dürfen Nichts versäumen,

Eh' unser Herz verstaubt.

Denn vor all den Gefahren,

Vor dem, was in uns schwelt,

Dass wir mit Haut und Haaren

In uns're Hölle fahren,

Woll'n Geister uns bewahren,

Die von uns selbst beseelt.

 

Es sind die Unsichtbaren,

Die immer mit uns sind

Und es auch immer waren,

Wie kühler sanfter Wind.

Auch wenn wir es nicht glauben,

Sie sind doch immer da,

Wenn wir es denn erlauben,

Wir Blinden, Stummen, Tauben,

Weil sie an uns glauben,

Weil es nie anders war.

 

Und wenn wir dann erwachen

In uns'rer Wirklichkeit,

Wo die über uns lachen,

Die sich dem Krieg geweiht;

Wenn wir auch nicht mehr wissen,

Wovon wir jüngst geträumt,

Was wir zutiefst vermissen;

Die Tränen auf dem Kissen

Reden uns in's Gewissen.

Noch ist es nicht versäumt.

 

Lasst uns den Traum verbreiten,

Damit er Wahrheit wird!

So soll er uns begleiten,

Dass Niemand sich verirrt.

Wenn Krieg und Hass für immer

Verweh'n wie welkes Laub,

Bleibt davon nie und nimmer

Nimmer - nimmer

Auch nur der schwächste Schimmer.

Wir sind nur Sternenstaub.

 

 

 

Woche 48/2018

 

Das Weihnachtsgeschenk

 

Alle Jahre wieder

Die selbe Frage:

Was schenk ich denen,

Die ich mag,

Und denen, die ich liebe,

Und denen, die mich mögen

Oder vielleicht auch lieben?

Ich weiß es nicht,

Habe keine Ahnung,

Wie schon in all den Jahren zuvor.

Dann schenke ich irgendwas

Und ich denke mir irgendwas.

Ich denke, was ich schenke,

Und ich schenke, was ich denke.

 

Und alle Jahre wieder

Spür ich es deutlich,

Ganz tief in mir drin.

Was die Seele still bejaht,

Ist das wertvollste Geschenk.

Wir spüren die Antwort

Und sehen sie leuchten,

Statt nach ihr zu horchen.

 

Alle Jahre wieder

Die selbe Antwort

Auf die gleiche Frage

Nach dem schönsten Geschenk.

Du zahlst nichts

Für einen Blick.

Ich schulde Dir nichts

Für ein Lächeln.

Dich glücklich zu machen

Kostet mich Liebe,

Und Dein Geschenk an mich

Ist Dein Glück,

Leuchtend verpackt

In Deinen Augen.

 

Alle Jahr wieder

Und jeden Tag

Mensch sein und bleiben

Für Dich und alle Menschen.

 

 

 

 

Woche 47/2018

 

Friede ist Liebe

 

Friede ist da,

wo Liebe ist.

Liebe ist da,

Wo Friede ist.

Ohne das Eine

Gibt es nichts Anderes.

 

 

 

Woche 46/2018

 

Liebe und Frieden auf der Welt -

Klingt Euch das zu versponnen?

Würdet Ihr Euch selbst nicht hassen,

Es wäre Viel gewonnen.

 

 

 

Woche 45/2018

 

Polemik

 

Leute, die in Kneipen hocken,

Den letzten Rest Verstand verzocken,

Die "Dschungelcamp" und "Naked" kucken,

Erregt den Sabber runterschlucken,

Die Frauen in den Ausschnitt glotzen,

Dabei vor Dummheit nur so strotzen,

Die sich als große Macker wähnen

Und in den Hosen herrscht das Gähnen,

Die gröhlend durch die Straßen laufen,

Am Ballermann aus Eimern saufen,

Im Stadion Bengalos zünden

Und dann den Heimweg nicht mehr finden,

Die Missbrauch auch schon mal verfechten,

Viel lieber all die Opfer ächten,

Sich über Frauen amüsieren

Und Kinderpornos konsumieren,

Die Kinder schlagen und zerbrechen,

Statt ihnen Liebe zu versprechen,

Die allen, die nicht Deutsch erscheinen,

Das Menschenrecht auf Glück verneinen,

Die an der Uni Wissen fressen

Und, wer sie wirklich sind, vergessen,

Die Anderen die Welt erklären,

Die sie dann mit links zerstören,

Die sich so überlegen fühlen

Und nur im Dreck der Andern wühlen,

Die sich in's Leben Andrer mischen,

Den eignen Schmutz beiseite wischen,

Sie Alle werfen jetzt im Chor

Anderen Versagen vor,

Beschimpfen sie als zugekifft,

Als weltfremd und als links versifft,

Als Gutmenschen und Idioten

Und als vertrottelte Chaoten,

Während sie von sich selber meinen,

Sie müssten doch als gut erscheinen,

Die ohne Hirm immerzu motzen,

Ich find sie einfach nur zum Kotzen!

 

 

 

 

Woche 44/2018

 

Opfer

 

Weint um die Opfer,

Die Männer,

Die Frauen,

Die Kinder,

Die gestorben sind

Und noch sterben werden!

 

Wofür all das Elend,

All der Tod,

Millionenfach

Und ohne Ende?

 

Für Geld?

Für Ruhm?

Für Stolz?

Für Gott?

 

Weint Euch die Augen aus,

Die Ihr vorher schon blind wart!

Haltet Euch die Ohren zu,

Die immer schon taub waren!

 

Weint um die Opfer!

Wascht mit Eueren Tränen

Das Elend von ihnen,

Damit all jene,

Die im Leben

Opfer waren

Im Angedenken

Menschen werden!

 

 

 

 

Woche 43/2018

 

Menschlichkeit

 

M oral

E hrlichkeit

N otwendigkeit

S icherheit

C ourage

H umanismus

L iebe

I ntelligenz

C aritas

H ilfsbereitschaft

K ümmern

E inigkeit

I llusion

T raum

 

Woche 42/2018

 

Mensch, Du bist Mensch

 

Du hast Hände.

Was machst Du damit?

Sie können lieben,

Sie können töten,

Sind Werkzeug der Gedanken

Von Liebe und Hass.

 

Du hast Augen.

Was siehst Du durch sie?

Sie sehen Schönheit

Und Grausamkeit,

Licht und Schatten,

Sind Spiegel der Seele.

 

Du hast Ohren.

Was nehem sie wahr?

Hörst Du Lachen und Weinen?

Hörst Du Feixen und Stöhnen?

Sind sie taub vom Lärm,

Oder beglückt von der Stille?

 

Du bist Mensch bist Mensch!

Doch warum bist Du hier?

Wofür willst Du kämpfen?

Licht oder Schatten,

Glück oder Leid,

Hass oder Liebe?

 

Willst Du Böses vernichten,

Oder Gutes erschaffen?

Was siehst Du im Dunkeln?

Was zeigt Dir der Tag?

Krieg verdunkelt das Licht.

Du kannst es entfachen.

 

Angst tötet Hoffnung.

Dummheit bricht die Vernunft.

Du bist Mensch bist Mensch!

Schau in das Licht!

Lausche der Stille!

Vertrau Deiner Kraft!

 

 

 

Woche 41/2018

 

Brennendes Land

 

Brennender Hass

Brennender Neid

Brennende Häuser

Brennende Angst

 

Brennende Sehnsucht

Brennende Liebe

Brennende Blicke

Brennende Angst

 

Brennende Gier

Brennende Sorge

Brennende Zweifel

Brennende Angst

 

Brennende Neugier

Brennende Eifersucht

Brennender Ehrgeiz

Brennende Angst

 

Brennende Lichter

Brennende Lunte

Brennende Fackeln

Brennende Angst

 

Brennende Leidenschaft

Brennender Stolz

Brennende Einsamkeit

Brennende Angst

 

Brennende Blicke

Brennende Wut

Brennende Worte

Brennende Angst

 

Brennende Scham

Brennende Wunden

Brennendes Fieber

Brennende Angst

 

Brennende Tränen

Brennende Trauer

Brennender Schmerz

Brennende Angst

 

Brennende Bücher

Brennende Bilder

Brennende Leiber

 

Angst?

 

 

 

Woche 40/2018

 

Blickfelder

 

Siehst Du die Sterne?

Ja, es ist heller Tag

Und Du sagst, sie sind nicht zu sehen.

Doch ich sage Dir, sie sind da,

Auch wenn Du sie nicht siehst.

Es gibt das Schöne, das weniger Schöne

Und es gibt das Hässliche.

Du siehst nie alles gleichzeitig

Und doch ist alles da.

Wenn Du das Eine siehst, was denkst Du?

Denkst Du das, was Du siehst?

Dann siehst Du das, was Du denkst.

 

Aber was, wenn Du denkst, was Du nicht siehst?

Denke das Verborgene!

Offenbart sich das Schlechte, dann denke das Gute!

Denke es und Du wirst es sehen.

Denke das Licht und es wird hell,

Und sei es auch nur für einen kurzen Moment.

Denke die Liebe und Du wirst sie spüren.

Dieser kurze Moment verändert die Welt.

Für einen Augenblick wird Schatten zum Licht.

Du siehst nie Beides.

Was willst Du sehen?

Entscheide Dich!

 

Denke nicht, was Du siehst!

Was Du nicht siehst, ist viel näher.

Es will gedacht werden.

Es will gesehen werden.

Siehst Du den Tod, so denke das Leben!

Siehst Du Zerstörung, so denke Vellkommenheit!

Siehst Du Trauer, so denke Freude!

Siehst Du den Hass, so denke die Liebe!

Denke das, was Du nicht siehst!

Was Du eben noch sahst, wird unsichtbar.

 

Du siehst, was Du denkst.

Entscheide Dich!

 

 

 

Woche 39/2018

 

Frieden ist

 

Freiheit

 Respekt

  Innigkeit

   Empathie

    Demut

     Einsicht

      Nähe

 

 

 

Woche 38/2018

 

Notausstieg*

 

Ab und an

Habe ich alles umeschossen.

Irgendwann

Habe ich mich dann entschlossen,

Stehenzubleiben

Und aus meinem Panzer

Endlich

Auszusteigen.

 

 

 

Woche 37/2018

 

Friede ist Mut.

Krieg ist Feigheit.

 

Friede ist Zuversicht.

Krieg ist Angst.

 

Friede ist Wachstum.

Krieg ist Zerfall.

 

Friede ist Leben.

Krieg ist Tod.

 

 

 

Woche 36/2018*

 

So zieh er uns vom Berg herab,

Das Licht der Welt zu sein,

Ein Licht, das wärmt und Sehen macht.

Wovon er über uns gebracht,

Blieb allzu schwacher Schein.

 

Wer traut sich zu, selbst Licht zu sein?

Wer wird's von uns genannt?

Kein Reichtum, soviel sei gewiss.

Durch windgequältes Flackern ist

Kein Schatten je verbrannt.

 

Wovon unser Gesicht erstrahlt,

Wir sehen's jeden Tag.

Ein Abgott, der nach Opfern schreit,

Macht sich in unser'n Herzen breit,

Will mehr mit jedem Schlag.

 

Wer sich in Mammons Licht gestellt,

Des Strahl starb jämmerlich.

Um nicht im Dunkeln zu erfrier'n,

Darf er nur eines nicht verlier'n,

Den Schatten hiter sich.

 

 

 

Woche 35/2018

 

Frieden

Ist nichts für Feiglinge.

Krieg

Ist nicht stark.

Krieg

Ist nicht mutig.

Krieg

ist der höchste Grad

Menschlicher Feigheit

Feige und Dumm

 

 

 

Woche 34/2018

 

Nicht ist so stark

Wie der Wunsch nach Frieden.

Und nichts ist so flüchtig,

Wie der Frieden selbst.

 

 

Woche 33/2018*

 

Kein David,

Dem zur rechten Zeit

Ein Goliath begegnet;

Kein General,

Der für die Schlacht

Zum Schlachten wird gesegnet;

Kein Henker,

Der nur Pflicht erfüllt,

Selten sich selbst zur Pein;

Ein ganz gemeiner 

Mörder nur -

Der darf kein Mensch mehr sein.

 

 

Woche 32/2018*

 

Der Herr ist streng,

Sprach über Juda

Das Gericht.

Sein Sohn, er predigt

Liebe nur.

Das reimt sich nicht.

Der Herr ist streng.

Nur Noah konnte

Zeuge sein.

Er spült hinweg,

Was ihm missfällt.

Sein Bild bleibt rein.

 

 

 

Woche 31/2018

 

Manchmal möcht' ich träumen,

Träumen jede Nacht,

Nicht einen Traum versäumen,

Verzückt von seiner Macht.

Lässt mich der Welt entgleiten,

Zeigt mir ein and'res Land,

Wo all die Grausamkeiten,

Die uns hier begleiten,

Jetzt und für alle Zeiten

Verweh'n wie feiner Sand.

 

Lasst uns den Traum verbreiten,

Damit er Wahrheit wird!

So soll er uns begleiten,

Dass Niemand sich verirrt.

Wenn Krieg und Hass für immer

Verweh'n wie welkes Laub,

Bleibt davon nie und nimmer,

Nimmer - nimmer

Auch nur der schwächste Schimmer.

Wir sind nur Sternenstaub.

 

 

 

Woche 30/2018

 

Opfer

 

Weint um die Opfer

Die Männer

Die Frauen

Die Kinder

Die gestorben sind

Und noch sterben werden

 

Wofür all das Elend

All der Tod

Millionenfach

Und ohne Ende?

 

Für Geld?

Für Ruhm?

Für Stolz?

Für Gott?

 

Weint Euch die Augen aus

Die Ihr vorher schon blind ward!

Haltet Euch die Ohren zu

Die immer schon taub waren!

 

Weint um die Opfer!

Wascht mit Euren Tränen

Das Elend von ihnen

Damit all Jene

Die im Leben

Opfer waren

Im Angedenken

Menschen werden!

 

 

 

Woche 29/2018

 

Fortsetzung:

 

So lass uns wieder träumen,

Auch wenn uns Keiner glaubt!

Wir dürfen nichts versäumen,

Eh' unser Herz verstaubt.

Denn vor all den Gefahren,

Vor dem, was in uns schwelt,

Dass wir mit Haut und Haaren

In uns're Hölle fahren,

Woll'n Geister uns bewahren,

Die von uns selbst beseelt.

 

Es sind die Unsichtbaren,

Die immer mit uns sind

Und es auch immer waren,

Wie kühler sanfter Wind.

Auch wenn wir es nicht glauben,

Sie sind doch immer da,

Wenn wir es denn erlauben,

Wir Blinden, Stummen, Tauben,

Weil sie an uns glauben,

Weil es nie anders war.

 

Und wenn wir dann erwachen

In uns'rer Wirklichkeit,

Wo die über uns lachen,

Die sich dem Krieg geweiht,

Wenn wir auch nicht mehr wissen,

Wovon wir jüngst geträumt,

Was wir zutiefst vermissen;

Die Tränen auf dem Kissen

Reden uns in's Gewissen.

Noch ist es nicht versäumt.

 

Ende

 

 

 

Woche 28/2018

 

Fortsetzung:

 

Er will doch auch nur leben.

Er nimmt, was man ihm gibt.

Er würde alles geben

Für alle, die er liebt.

Wisst Du ihm denn verwehren,

Was doch am meisten zählt?

Und willst Du Dich verschwören,

Nicht auf Dein Herz zu hören,

Die Hoffnung zu zerstören,

Die Dir schon lange fehlt?

 

Manchmel möcht' ich träumen,

Träumen jede Nacht,

Von Blumen und von Bäumen

Und von der Schöpfung Pracht,

Von unendlichem Frieden,

Der so vollkommen scheint,

Der alles, was wir lieben,

Was wir zu lieben üben,

Was nach dem Krieg geblieben,

Für immer in sich eint.

 

Fortsetzung folgt

 

 

 

Woche 27/2018

 

Fortsetzung:

 

Die Zukunft wird es zeigen,

Was für ein Mensch Du bist.

Wenn Sich die Tage neigen,

Von wem wirst Du vermisst?

Wievielen, die Dich baten,

Hast Du Dich selbst geschenkt?

Und wen hast Du verraten

Mit Worten und mit Taten?

Wie groß ist dann Dein Schatten,

Der über Dich sich senkt?

 

Wer drückt auf Dein Gewissen,

Der Dir blind vertraut?

Wird er Dich je vermissen,

Dem Du den Weg verbaut?

Kannst Du Dich noch entsinnen,

Was er durch Dich erfahr'n?

Wirst Du Dich je besinnen?

Kannst Du dem entrinnen?

Hörst Du schon die Stimmen?

Was hat er Dir getan?

 

Fortsetzung folgt

 

 

 

Woche 26/2018

 

Fortsetzung:

 

Du träumst ihn immer wieder,

Diesen verrückten Traum.

Drückt Dich das Leben nieder,

Willst Du den Himmel schau'n.

Du hast zu lang geschwiegen,

Doch nun ist es vorbei,

Lässt Dich nicht mehr verbiegen,

Nie wieder Dich betrügen.

Nie wieder willst Du lügen,

Bist Deiner Seele treu.

 

Das Leben hat Dich wieder,

Doch noch spürst Du den Schmerz.

Du schlägst die Augen nieder

Und betest in Dein Herz.

Tief drin in Deinem Wesen

Wird immer Wahrheit sein.

Du kannst sie darin lesen.

Was immer auch gewesen,

Wird mit der Zeit verwesen.

Was bleibt, ist schwacher Schein.

 

Fortsetzung folgt

 

 

 

Woche 25/2018

 

Fortsetzung:

 

Legt Ihr sie auch in Ketten,

Sie sprengt sie mühelos,

Will Eu're Herzen retten,

Stellt all die Schlauen bloß.

Sie misst sich mit den Weisen,

Sich selbst doch nie genug.

Sie geht mit Dir auf Reisen,

Sie muss sich nichts beweisen,

Nicht um sich selbst nur kreisen,

Denn sie ist viel zu klug.

 

Sie hat Dir nichts zu sagen,

Wenn Du nicht danach fragst.

Sie stellt Dir keine Fragen,

Die Du nicht auch zu fragen wagst.

Auch in des Zweifels Fängen

Will sie stets bei Dir sein,

Will Dich in all den Zwängen

Niemals zu etwas drängen

Sie lässt dich niemals hängen.

Sie lässt Dich nicht allein.

 

Fortsetzung folgt

 

 

 

Woche 24/2018

 

Sternenstaub

 

Manchmal möcht' ich träumen,

Träumen jede Nacht,

Nicht einen Traum versäumen,

Verzückt von seiner Macht.

Lässt mich der Welt entgleiten,

Zeigt mir ein andres Land,

Wo all die Grausamkeiten,

Die uns hier begleiten,

Jetzt und für alle Zeiten

Verweh'n wie feiner Sand.

 

Es ist der Traum der Träume,

Fern jeder Wirklichkeit.

Die Phantasie kriegt Beine,

Wird vom Verstand befreit.

Sie bleibt nicht hinter Mauern,

Wird nie mehr eingesperrt,

Wird Stürme überdauern,

Schmerz und Leid betrauern,

Wird unermüdlich lauern,

Von Sehnsucht schier verzehrt.

 

Fortsetzung folgt

 

 

 

Woche 23/2018

 

Polemik

 

Leute, die in Kneipen hocken,

Den letzten Rest Verstand verzocken,

Die "Dschungelcamp" und "Naked" kucken,

Erregt den Sabber runterschlucken,

Die Frauen in den Ausschnitt glotzen,

Dabei vor Dummheit nur so strotzen,

Die sich als große Macker wähnen,

Und in den Hosen herrscht das Gähnen,

Die gröhlend durch die Straßen laufen,

Am Ballermann aus Eimern saufen,

Im Stadion Bengalos zünden

Und dann den Heimweg nicht mehr finden,

Die Missbrauch auch schon mal verfechten,

Viel lieber all die Opfer ächten,

Sich über Frauen amüsieren

Und Kinderpornos konsumieren,

Die Kinder schlagen und zerbrechen,

Statt ihnen Liebe zu versprechen,

Die Allen, die nicht Deutsch erscheinen,

Das Menschenrecht auf Glück verneinen,

Die an der Uni Wissen fressen

Und, wer sie wirklich sind, vergessen,

Die Anderen die Welt erklären

Und sie dann mit Links zerstören,

Die sich so überlegen fühlen

Und nur im Dreck der Andern wühlen,

Die sich in's Leben Andrer mischen,

Den eig'nen Schmutz beiseite wischen,

Sie Alle werfen jetzt im Chor

Den Anderen Versagen vor,

Beschimpfen sie als zugekifft,

Als weltfremd und als links versifft,

Als Gutmenschen und Idioten

Und als vertrottelte Chaoten,

Während sie selber von sich meinen,

Sie müssten doch als gut erscheinen,

Die ohne Hirn immerzu motzen,

Ich find sie einfach nur zum Kotzen.

 

 

 

Woche 22/2018

 

Irrtum*

 

Den Wunsch in sich, das Vaterland

Vor Schande zu bewahren,

Trat er an.

Er wußte, gegen wen er kämpfte,

Er wußte nicht, wofür,

Von Anfang an.

 

Im Kampf war längst sein Herz schon

Desertiert, und doch folgte er

Dem Verstand,

Befolgte dem Befehl, erschoss

Im Sturm das, was sein Herz

Mit ihm verband.

 

All Jene, die sich lang vor ihm

Von alledem getrennt,

Sie kalkulier'n.

All Jene, die in diesem Spiel

Die Bauernrolle spielen,

Sie verlier'n.

 

Ein heißer Regen im August -

Das hehre Ziel war damit

Nicht erreicht.

Schon lange bluten Völker aus,

Doch was, wenn nun ein ganzes

Volk erbleicht?

 

 

 

Woche 21/2018

 

Ruhestellung*

 

Ihr schaut nach Beirut oder Derry.

Soweto regt Euch auf.

Eu're Kinder spielen Krieg,

Doch das nehmt Ihr in Kauf.

Ihr pflanzt in Eu'res Kindes Hirn

Den Krieg als schönes Spiel.

Der Held schießt alle Andern tot.

Klar, dass es Held sein will.

Am Bildschirm stirbt die Phantasie.

Das Schlachtfeld liegt bereit.

Computer regeln das Gemetzel.

Der Knopf gibt Sicherheit.

"Fünf Freunde tot an einem Tag!"

Der Junge glänzt vor Stolz

Und stirbt im nächsten Augenblick.

Die Waffe ist aus Holz.

Geräusche noch aus Kindermund.

Das Opfer feixt und lacht.

Aus wessen Hals tropft erstes Lachen

Nach der längsten Nacht?

 

 

 

Woche 20/2018

 

Kleines Licht

 

Wir seh'n Dich durch die Menge geh'n.

Doch längst kannst Du sie nicht mehr seh'n.

Dein Blick verliert sich sowieso

Zwischen hier und nirgendwo.

 

Komm, wach auf!

Du hast schon lang genug geträumt.

Komm, wach auf!

Du glaubst, die Welt, sie dreht sich nur um Dich,

Doch täusch Dich nicht!

 

Stehst Du allein auf weiter Flur,

Bist Du die traurige Figur.

 

Du denkst, die Welt soll auf Dich hör'n,

Und bist dabei, sie zu zerstör'n.

Du denkst, Du tust den Menschen gut,

Doch da sind Tränen nur und Blut.

 

Komm, wach auf!

Du hast schon lang genug geträumt.

Komm, wach auf!

Du glaubst, die Welt, sie dreht sich nur um Dich,

Doch täusch Dich nicht!

 

Denn stehst Du allein auf weiter Flur,

Bist Du die traurige Figur.

 

Komm, wach auf!

Es bringt nichts, wenn Du weiter träumst.

Wach endlich auf!

Die Welt, sie dreht sich weiter ohne Dich,

Du kleines Licht.

 

Du stehst allein auf weiter Flur.

Du bist die traurige Figur.

 

 

 

Woche 19/2018

 

Die Glut*

 

Die Sonne,

Die uns Leben gibt,

Endlos, wie's scheint,

In heißer Lethargie,

So heiß, dass unser

Blick verneint,

Sie seh'n zu wollen,

Sie spendet uns,

Wo ihren Strahl

Kein Nebel bricht,

Wovon sich scheinbar nie

Das Maß erfüllt.

Wir sehen nicht,

Wo wir es sollen.

 

Die Sonne,

Die uns Leben gibt,

Erbarmungslos

Brennt sie auf uns herab,

Verbrennt die Frucht

In Mutters Schoß,

Die viel zu zarte.

Und dennoch

Wird die Hitze uns

Noch nicht zu viel.

Die Zeit wird drängend knapp.

Längst spielen wir

In diesem Spiel

Die falsche Karte.

 

 

 

Woche 18/2018

 

Und ich sah eine weiße Taube.

Sie flog weit über mir

Dem Horizont entgegen.

Die Hoffnung lebt in mir.

 

 

 

Woche 17/2018

 

Erwecke in Dir das Leben!

Lass Vertrauen wachsen auf Deinem Verstand!

Um Dein Herz empor zu heben,

Erwache im Licht und gib Deine Hand.

 

 

 

Woche 16/2018

 

Notausstieg*

 

Ab und an

Hab ich alles umgeschossen.

Irgendwann

Habe ich mich dann entschlossen,

Stehenzubleiben

Und aus meinem Panzer endlich auszusteigen.

 

 

 

Woche 15/2018*

 

Wo ist die Wahrheit?

Seh'n wir nicht

In Wirklichkeit doch

Nur ihr Licht?

 

 

 

Woche 14/2018

 

Ungeduld*

 

Verboten war Euch lang genug

Das freie Denken.

Ihr seid beinah erstickt

In viel zu dicker Luft.

Jetzt dürft Ihr nicht nur denken,

Ihr lernt auch das Reden.

Ihr seid berauscht, seid süchtig

Nach der Freiheit Duft.

 

Verboten war Euch lang genug

Der Traum von Heimat.

Jetzt endlich dürft Ihr sagen,

Wer Ihr wirklich seid.

Verschlingt nicht schon die Früchte,

Die nicht reifen konnten!

Nehmt Niemands reife!

Vielen tut Ihr jetzt noch leid.

 

 

 

Woche 13/2018*

 

 

Gestern habe ich meinem Schmusetier

Den Hals umgedreht.

Es lächelt immer noch.

Warum sind Menschen nur so empfindlich?

 

 

 

Woche 12/2018

 

Sanfte Stärke*

 

Erkenne die Liebe als fließend und ruhig

Gleich einem Fluss mit spiegelnder Fläche!

Er weicht oft genug aus und doch geht er voran.

Er ist leise und stark in der scheinbaren Schwäche.

 

Er sammelt sich, wo eine Kraft widersteht,

Umschließt, was ihn hindert, geht drüber hinweg,

Durchsickert den Berg und schneidet den Fels

Und bahnt sich im Laufe der Zeit seinen Weg.

 

Erkenne die Liebe als fließend und ruhig

Gleich einem Fluss und lebe danach!

Beharrlichkeit ist die gewaltlose Kraft.

Hass und Gewalt geben unter ihr nach.

 

 

 

Woche 11/2018*

 

Haltet sie nicht

Und sperrt sie nicht ein!

Vergiftet sie nicht!

Laßt die Tauben fliegen!

Fliegt mit ihnen,

Solange Ihr Kraft habt!

 

 

 

Woche 10/2018

 

Unfertig

 

Niemals

Werde ich töten

Das schwöre ich

Bei allem

Was mir heilig ist

Und wichtig

Und nützlich

Und erstrebenswert

Niemals

Für nichts auf der Welt

 

Heute nützlich

Morgen wichtig

Plötzlich heilig

Über Nacht

Erstrebenswert

Ja lebenswichtig

All das zu schützen

Lebe ich

All das zu schützen

Kämpfe ich

Dafür zu kämpfen

Lebe ich

 

 

 

Woche 9/2018*

 

Lache

Wenn Dein Nachbar weint

Und wenn er hungert

Iss Dich satt

Geht's ihm schlecht

Lass es Dir gut geh'n

 

Ein Kranker wird

Nicht helfen können

 

 

 

Woche 8/2018*

 

Wer trägt das Kreuz

Für die, die scheitern?

Ein Kreuz für Alle -

Wem zur Last?

Nur ein Gesetz

Von Gültigkeit.

Dem Tod anheim,

Der dieses bricht.

Der Tod - zu schnell,

Fast ohne Schmerz

Und gar nicht schwer.

Ein Augenblick -

Und gar kein Schwarz

Am Horizont?

Kartätschen - Schmerz,

Der in uns wütend

Der Kartätschen

Antwort schreit.

Die Antwort selbst

Tut nicht mehr weh.

Alle Richter

Dieser Welt.

So viele tot.

Wer trägt das Kreuz?

 

 

 

Woche 7/2018*

 

Ob wir es glauben oder nicht,

Jeder Mord kommt vor Gericht.

 

 

 

Woche 6/2018

 

Menschlichkeit

 

 

Moral

Ehrlichkeit

Notwendigkeit

Sicherheit

Courage

Humanismus

Liebe

Intelligenz

Caritas

Hilfsbereitschaft

Kümmern

Einigkeit

Illusion

Traum

 

 

 

Woche 5/2018

 

Brennendes Land

 

Brennender Hass

Brennender Neid

Brennende Häuser

Brennende Angst

 

Brennende Sehnsucht

Brennende Liebe

Brennende Blicke

Brennende Angst

 

Brennende Gier

Brennende Sorge

Brennende Zweifel

Brennende Angst

 

Brennende Neugier

Brennende Eifersucht

Brennender Ehrgeiz

Brennende Angst

 

Brennende Lichter

Brennende Lunte

Brennende Fackeln

Brennende Angst

 

Brennende Leidenschaft

Brennender Stolz

Brennende Einsamkeit

Brennende Angst

 

Brennende Blicke

Brennende Wut

Brennende Worte

Brennende Angst

 

Brennende Scham

Brennende Wunden

Brennendes Fieber

Brennende Angst

 

Brennende Tränen

Brennende Trauer

Brennender Schmerz

Brennende Angst

 

Brennende Bücher

Brennende Bilder

Brennende Leiber

 

Brennende Angst

 

 

 

Woche 4/2018

 

Am Ende des Tages

 

Am Ende des Tages

Ist Nichts, wie es war.

Was morgens noch fern war,

Ist jetzt nicht mehr da.

Am Ende des Tages

Bleibt Schmerz oder Glück.

Der Tag gibt und er nimmt.

Es kommt nichts mehr zurück.

 

Am Ende des Tages,

Wenn Geräusche verschwinden

Und sich diffuse Fragmente

Zu Gedanken verbinden,

Fragt es mich aus der

Mich umschließenden Nacht:

"Was war Dir gegeben?

Was hast Du gemacht?"

 

Am Ende des Tages

Die letzte Partie.

Das Spiel ist gelaufen.

Rien ne va plus.

Und wieder die Frage:

Was muss ich riskier'n?

Wie hoch idt der Einsatz?

Was kann ich verlier'n?

 

Am Ende des Tages

Zähl' ich den Gewinn

Und erkenn' am Verlust,

Wer ich tatsächlich bin.

Hat der Einsatz gelohnt?

Gern wär' ich ein König

Und bin doch nur ein Narr.

Es ist immer zu wenig.

 

Am Ende des Tages

Wird mir einmal mehr klar:

Das Morgen wird wieder,

Wie das Heute schon war.

 

 

 

Woche 3/2018

 

Gelassenheit*

 

Versechselt nicht Abstumpfung

Mit Entspanntheit,

Teilnahmslosigkeit

Mit Ausgeglichenheit,

Gleichgültigkeit

Mit Gelassenheit,

Schutzlosigkeit

Mit Friedfertigkeit,

Feigheit

Mit Gewaltlosigkeit,

Schwäche

Mit Selbstlosigkeit!

Verwechselt nicht den Zwang zum Kampf

Mit Stärke!

 

 

 

Woche 2/2018*

 

Gestern habe ich meinem Schmusetier

Den Hals umgedreht.

Es lächelt immer noch.

Warum sind Menschen nur so empfindlich?

 

 

 

Woche 1/2018*

 

Der Kosmos ist die Ordnung.

Alles, was geschieht, geschieht,

Weil es für die große Ordnung gut ist.

Und Wir sind ein Teil

Dieser Ordnung.

Wir sind eingebunden in das,

Was Wir Schicksal, Fügung, Vorsehung,

Letztendlich, was Wir Gott nennen.

 

 

 

Woche 52/2017

 

Jahreswechsel

 

Das Jahr ist vorbei.

Was hat es gebracht?

Wie ist die Ernte

Gemäß uns'rer Saat?

 

Wer Liebe sät,

Wird Frieden ernten.

Wer Wind sät,

Erntet Sturm.

Wer Hass sät,

Züchtet Krieg.

 

Was gesät ist,

Muss nicht blühen.

Wir können es zertreten,

Oder lassen es verdorren.

 

Es liegt an uns,

Was am Ende blüht,

Es dauert kein Jahr,

Die Früchte zu ernten.

 

 

 

Woche 51/2017

 

Friede den Menschen

 

Wir wünschen uns frohe Weihnacht

Und Frieden für jedes Haus.

Wir singen von Gottes Liebe

Und denken, "Das reicht schon aus".

Wir singen die alten Lieder

Und beten wie jedes Jahr

Und sehen nicht

Das große Licht

Und wieder wird es nciht wahr.

 

Wir wünschen uns.stille Weihnacht,

Wo Keiner den Ander'n quält.

Kein Töten und keine Panik

Bei uns und im Rest der Welt.

Wir reden von Mut und Hoffnung

Und über Gerechtigkeit

Und sehen nicht,

wie sie zerbricht,

Und hören nicht, wie es schreit.

 

Wir wünschen uns weiße Weihnacht,

So rein und so still und schön.

Wir schauen in Kinderaugen

Und lernen sie zu versteh'n.

Wir könnten wie Kinder werden,

Begreifen, was wirklich zählt.

Ein Augenblick

Unendliches Glück

Und Friede kommt in die Welt.

 

 

 

Woche 50/2017

 

Das Weihnachtsgeschenk

 

Alle Jahre wieder

Die selbe Frage;

Was schenk ich denen,

Die ich mag,

Und denen, die ich liebe,

Und denen, die mich mögen

Oder vielleicht auch lieben?

Ich weiß es nicht,

Habe keine Ahnung,

Wie schon in all den Jahren zuvor.

Dann schenke ich irgendwas

Und ich denke mir irgendwas.

Ich denke, was ich schenke,

Und ich schenke, was ich denke.

 

Und alle Jahre wieder

Spür' ich es deutlich,

Ganz tief in mir drin.

Was die Seele still bejaht,

Ist das wertvollste Geschenk.

Wir spüren die Antwort

Und sehen sie leuchten,

Statt nach ihr zu horchen.

 

Alle Jahre wieder

Die selbe Antwort

Auf die gleiche Frage

Nach dem schönsten Geschenk.

Du zahlst nichts

Für einen Blick.

Ich schulde Dir nichts

Für ein Lächeln.

Dich glücklich zu machen

Kostet mich Liebe.

Und Dein Geschenk an mich

Ist Dein Glück,

Leuchtend verpackt 

In Deinen Augen.

 

Alle Jahre wieder

Und jeden Tag

Mensch sein und bleiben

Für Dich und alle Menschen.

 

 

 

Woche 49/2017

 

Hass*

 

Hass frisst von innen Stück für Stück.

Die glatte Haut zieht Falten.

Das Erbe uns'rer Alten

Liegt lang in uns versteckt zum Glück.

 

Wie immer man uns auch erzieht.

Es ist nicht Überzeugung.

Schon eher ist es Beugung.

So geben sie uns Meinung mit.

 

Sie lehren uns die Aggression,

Wollen sich drauf verlassen,

Dass Wir mit ihnen hassen.

Und Wir bekommen uns'ren Lohn.

 

Untätig hassen sollen Wir

Und die Gewalt verneinen

Und um die Opfer weinen

Und unser Hass zerreißt uns schier.

 

 

 

Woche 48/2017

 

Terror*

 

Ein Schatten, kalt und flüchtig nur,

Zu schnell, um ihn zu fassen;

Die Worte hart, wenig genug.

Die Aura starr zu lassen.

 

Er meint es ernst, Wir wissen es.

Zuviele wollten streiten

Und halfen nur, für Andere

Die Gräber zu bereiten.

 

Die Antwort auf all die Gewalt

Kann uns noch lange plagen,

Weil's eben keinen Schatte wirft,

Was Wir hinter uns schlagen.

 

 

 

Woche 47/2017

 

Mensch, Du bist Mensch

 

Du hast Hände.

Was machst Du damit?

Sie können lieben,

Sie können töten -

Werkzeug der Gedanken

Von Liebe und Hass.

 

Du hast Augen.

Was siehst Du durch sie?

Sie sehen Schönheit

Und Grausamkeit,

Licht und Schatten,

Sind Spiegel der Seele.

 

Du hast Ohren.

Was nehmen sie wahr?

Hörst Du Lachen und Weinen?

Hörst Du Feixen und Stöhnen?

Sind sie taub vom Lärm,

Oder beglückt von der Stille?

 

Du bist Mensch bist Mensch.

Doch warum bist Du hier?

Wofür willst Du kämpfen?

Licht oder Schatten,

Glück oder Leid,

Hass oder Liebe?

 

Willst Du Böses vernichten,

Oder Gutes erschaffen?

Was siehst Du im Dunkeln?

Was zeigt Dir der Tag?

Krieg verdunkelt das Licht.

Du kannst es entfachen.

 

Angst tötet Hoffnung.

Dummheit bricht die Vernunft.

Du bist Mensch bist Mensch.

Schau in das Licht!

Lausche der Stille!

Vertrau Deiner Kraft!

 

 

 

Woche 46/2017

 

Was ist gut?

 

Nichts kann uns halten,

Das zu tun,

Was gut ist,

Was Wir dafür halten.

 

Niemand sagt uns,

Was das ist.

Jeder sagt uns,

Was er möchte,

Dass es sei,

Weil er es denkt.

Was denken Wir?

 

Jeder denkt anders

Und Jeder von uns

Denkt jeden Tag anders.

Und Jeder denkt,

Er dächte täglich

Immer gleich.

 

Was ist gut,

Was ist es nicht?

Gut ist nur,

Was keinem schadet.

Ist Irgendwas

Für Alle gut?

 

Nur was Wir selbst

Als gut erfahren,

Was uns lächeln lässt,

Anstatt zu grinsen,

Was uns glücklich macht,

Nicht nur befriedigt,

Wird auch den Nächsten

Nicht enttäuschen.

 

 

 

Woche 45/2017

 

Aufklärung

 

Wenn wir, getrieben

Von Mitleid und Menschlichkeit

Herzen öffnen

Und darauf warten,

Für unseren Großmut

Belohnt zu werden;

Wenn wir tapfer

Humanismus und Frieden

Für Alle fordern,

Für die Welt und die Menschen,

Und dabei vergessen,

Was die Wirklichkeit ist,

Verzehren wir uns

In haltloser Sehnsucht.

Und so folgt nach dem

Gefühlsdurchfall

Gewissensblähung

Und Moralflatulenz.

 

Und so manchen stinkt es,

Fressen zu müssen,

Was Andere kochen,

Längst abgelaufen

Und völlig vergammelt.

Der selbe Irrtum,

Die selben Parolen,

Neu aufgekocht.

 

Imer nur Schlucken

Ist schließlich zum Kotzen.

Alles schmeckt gleich,

Kein Unterschied mehr.

Süßes wird sauer,

Bitter wird süß.

Und so verkleben wir,

Was offen sein soll.

Denken wird müsam,

Vernunft verblasst,

Verharrt im Gewohnten.

Umdenken tut weh.

 

Was wir trotzig wollen,

Bleibt stecken im Zweifel.

Was wir gerade noch wussten,

Ist plötzlich absurd.

Was eben noch edel,

Ist mit einem Mal dumm.

Die Wahrheit wird simpel.

Jeder fühlt sich im Recht.

Die Kraft zur Wahrheit wir müde

Und schämt sich ihrer,

Um am Ende nicht

Über sich selbst zu lachen.

 

Menschlichkeit braucht Mut

Und Mut braucht Wahrheit.

 

 

 

Woche 44/2017*

 

Kein David,

Dem zur rechten Zeit

Ein Goliath begegnet;

Kein General,

Der für die Schlacht

Zum Schlachten wird gesegnet;

Kein Henker,

Der nur Pflicht erfüllt,

Selten sich selbst zur Pein;

Ein ganz gemeiner

Mörder nur -

Der darf kein Mensch mehr sein?

 

 

 

Woche 43/2017

 

Die Erde*

 

Schau an, was wir mit uns'rer Welt,

Mit Mutter Erde alles treiben!

Wir glauben, sie wird immer so,

Wie sie jetzt ist, erhalten bleiben.

Seh'n wir sie vom Trabanten aus,

Erscheint sie uns im schönsten Blau.

Betrachten wir sie aus der Nähe,

Ist sie hässlich, alt und grau.

Sie ist so leer und ausgelaugt.

Sie atmet schwer von Gift und Dampf.

Sie kann nicht schrei'n, beginnt zu zittern -

Die alte Frau im Todeskampf.

Grimassen werden grauenhaft;

Doch wer achtet schon darauf?

Sich selbst zu täuschen, setzt man ihr

Eine Faschingsmaske auf.

Man pflegt Gesicht und Decolleté.

Man sieht sie gern mondän geschminkt

Und übersieht, dass es im Schoße

Schimmelt, fault und gräßlich stinkt.

Ihr Busen, der uns nähren sollte,

Ist von Geschwüren übersäht.

Die Kinder saufen Blut und Eiter,

Glaubend, dass es so weitergeht.

Ihr Schoß, der Leben spenden soll,

Ist nur ein ausgebranntes Loch.

Obwohl er längst kein Leben zeugt,

Wütet der Phallus immer noch.

Schau die Welt, in der wir leben!

Die alte Frau, sie liegt im Sterben.

Wir sollten uns Gedanken machen,

Was wir letztendlich von ihr erben.

 

 

 

Woche 42/2017

 

Der Preis der Wahrheit.

 

Was kostet die Wahrheit,

Wenn Viele sie halten,

Sich fest daran klammern,

Was Wahrheit sein muss?

 

Was kostet die Wahrheit

An einem Stück,

Wenn sie denen genommen,

Die sie gar nicht brauhen?

 

Was kostet die Wahrheit,

Uneben und grob,

Und was kostet sie

Geschliffen, gedrechselt,

In Stücke gespalten,

Nach Größe sortiert

Und nach Farben geordnet

Von schmutzig bis leuchtend?

 

Was kostet die Wahrheit?

Was ist sie uns wert?

Können wir sie uns leisten?

Was verlier'n wir an sie?

Und haben wir sie

Überhaupt verdient?

 

Was kostet die Wahrheit?

Die Antwort ist einfach

Und schwierig zugleich.

Sie kostet Mut,

Keinen Heldenmut,

Aber Sanftmut und Demut.

Sie kostet Kraft,

Der Angst zu trotzen,

Dem Herzen zu trau'n

Und dem eig'nen Verstand.

 

Sind wir bereit,

Diesen Preis zu bezahlen?

 

 

 

Woche 41/2017

 

Wenn man religiösen Extremismus

Mit politischem bekämpft,

Hat man auf beiden Seiten

Nur Wahnsinn gewonnen.

 

 

 

Woche 40/2017

 

Hey, wir haben doch nur diese eine Welt.

Und Irgendjemand hat uns da hinein gestellt.

Zufällig schwarz, zufällig weiß –

War es Zufall oder Ziel?

Jedem seinen eignen Gott,

Den er für sich besitzen will.

Der ihm alles erlaubt,

Wenn er nur fest an ihn glaubt.

Der ihm alles vergibt,

Solang der Mensch nur ihn liebt

Und ihn nie wieder vergisst,

Weil er der einzige ist.

Hey, wir haben doch nur diese eine Welt.

Und Irgendjemand hat uns da hinein gestellt. 

 

Und doch zählt nicht der Name Gottes,

Nicht die Farbe deiner Haut,

Nicht die Musik, nicht deine Sprache,

Die dir selbst doch so vertraut.

Und schließlich zählt in dieser Welt

Am allerwenigsten Dein Geld. 

 

 

 

Woche 39/2017

 

Krieg Ist Handwerk.

Liebe ist eine Gabe.

Für das eine braucht man Ehrgeiz

Und vielleicht Talent,

Für das andere einfach nur

Offenheit und Vertrauen.

 

 

 

Woche 38/2017

 

Sag, was ist das für eine Welt,

Wo scheinbar Hass und Krieg regier'n,

Wo Jeder gegen Jeden kämpft

Und Jeder Angst hat, zu verlier'n,

Wo immer mächtiger die Reden

Und immer windiger das Wort

Und immer kleiner der Verstand,

Wo Schmerz und Qual sind immerfort?

 

Sag, was ist das für eine Welt,

Wo sich die Menschen nicht versteh'n,

Weil Keiner auf den Andern hört

Und sie einander nicht mehr seh'n?

 

Sag, was ist das für eine Welt,

Wo man sich nie geborgen wähnt,

In der man nirgends sicher ist,

In der die Angst die Hoffnung lähmt?

 

 

 

Woche 37/2017

 

Wie viele Opfer waren es heute?

Tot, verwundet, obdachlos –

Vertrieben vom eigenen Land.

Hast du sie gezählt?

Wer hat sie gezählt?

All die Namenlosen

Von deren Existenz die Überreste

Zum Kilopreis an die Agenturen verkauft werden.

Sie reden vom Krieg

Gegen Menschen

Gegen Nachbarn

Gegen Freunde

Die plötzlich Feinde sein sollen.

Sie reden von Macht

Und von Unabhängigkeit

Und Überlegenheit

Und vom Trotz

Dem Trotz – jetzt erst recht!

 

Wer redet vom Frieden?

Es ist niemand zu hören.

Vögel singen vom Frieden.

Blätter raunen vom Frieden.

Alle Geräusche von Bäumen und Tieren

Bedeuten Frieden.

 

Ein Wort, das das Plätschern des Baches übersetzt.

Es heißt Friede.

Ein Wort, das meinen bösen Traum vertreibt.

Es heißt Friede.

Ein Wort, das jede Angst besiegt.

Es heißt Friede.

Ein Wort, das meine Gedanken von Bosheit heilt,

Es heißt Friede.

Ein Wort, das verbindet, statt zu trennen,

Es heißt Friede.

Wir haben es in der Hand,

Die Welt zu verändern.

 

Reden wir vom Frieden.

Doch wer erfand den Krieg?

Reden wir vom Frieden.

Und wer erringt den Sieg?

Reden wir vom Frieden.

Wann haben wir vom Krieg genug?

Reden wir vom Frieden.

Und wann durchschauen wir den Betrug?

Reden wir vom Frieden.

Die ganze Welt sehnt sich danach.

Reden wir vom Frieden.

Der Krieg ist aus. Was kommt danach?

Wir haben alles, was wir brauchen.

Viele andre haben’s nicht.

Sind wir besser als die andern?

Steh’n sie im Schatten, wir im Licht?

Wollen wir die Leute hassen,

Die ach so groß und mächtig sind,

Von denen jeder, wenn er kann,

Sich viel mehr, als ihm zusteht, nimmt.

 

Reden wir vom Frieden,

Wo die Vernunft nicht glauben will.

Reden wir vom Frieden,

Er ist nicht laut. Sein Sieg kommt still.

 

Der Krieg verschlingt seine Soldaten.

Er treibt mit ihrem Leben Scherz

Er tötet Menschen, richtet Staaten

Und hinterlässt nur Schutt und Schmerz.

Er bringt kein Leben je hervor,

Zerstört nur, wo es leben will.

Und doch steht Friede schon davor,

Der ohne Waffen siegen will.

 

Was für eine Utopie:

Der Friede schlägt den Krieg.

Was für eine Utopie:

Kein Blut beschmutzt den Sieg.

Es wird den Kampf verlieren,

Wer in den Krieg verliebt.

Nur einer kann gewinnen,

Der, der das Leben liebt.

 

 

Und ich sah eine weiße Taube.

Sie flog weit über mir

Dem Horizont entgegen.

Die Hoffnung lebt in mir. 

 

 

 

 

Woche 36/2017

 

Träumer

 

Sag mir, bin ich ein Träumer?

Nicht von dieser Welt?

Ein bisschen verrückt?

Ein naiver Phantast?

Weil ich den Frieden für möglich halte,

Weil ich einfach nicht glauben will,

Dass der Mensch an sich böse ist?

Weil ich glaube,

Dass für alle genug Nahrung da ist?

Weil ich glaube,

Dass die Welt groß genug ist für alle?

Weil ich glaube,

Dass man mit Liebe besser leben kann, als mit Hass?

Weil ich glaube,

Dass jeder Drecksack einen guten Kern hat?

Weil ich glaube,

Dass die Menschen sich nicht hassen wollen?

Weil ich glaube,

Dass der Mensch besser ist als die Menschen?

Weil ich weiß,

Dass die Erde rund ist

Und es überall Tag und Nacht gibt?

Weil ich weiß,

Dass jeder Mensch das Herz am selben Fleck hat?

Weil ich weiß,

Dass Musik und Poesie die Menschen verbindet?

 

Sag mir, dass ich ein Träumer bin.

Ich sage dir, ich bin stolz darauf.

Wenn ich nicht mehr träume,

Bin ich tot.

Ohne Phantasie 

Ist das Leben nichts wert.

 

Reden wir von Liebe!

Reden wir von Glück!

Reden wir von Hoffnung,

Und sei es nur ein ganz kleines Stück! 

 

Reden wir von Sonne!

Reden wir von Licht!

Reden wir von Wärme!

Und der Schatten fängt uns nicht. 

 

Reden wir von Schönheit,

Die nur ein Lächeln will! 

Reden wir vom Frieden,

Und tief im Herzen wird es still. 

 

Reden wir von Ehre!

Reden wir von Dank!

Reden wir von Treue

Ohne Treue wird das Herz am Ende krank. 

 

Reden wir von Gnade!

Reden wir von Stolz!

Reden wir von Freiheit!

Kein Herz ist jemals nur aus Holz. 

 

Reden wir von Stille!

Reden wir von Heil!

Reden wir von Leben!

Kein Weg dahin ist je zu steil.

 

 

 

Woche 35/2017

 

Gibt es eine größere Dummheit

Als den wahnsinnigen Plan

Den Frieden mit Gewalt

Erzwingen zu wollen?

 

 

 

Woche 34/2017

 

Liebe und Frieden auf der Welt -

Klingt Euch das zu versponnen?

Würdet Ihr Euch nur nicht mehr hassen,

So wär' schon viel gewonnen.

 

 

 

 

Woche 33/2017

 

Wenn man religiösen Extremismus 

mit politischem bekämpft

Hat man auf beiden Seiten

Nur Wahnsinn gewonnen

 

 

Woche 32/2017

 

Ich seh' ein Kind

Mit leeren Augen, ohne Hoffnung, ohne Ziel.

Ich seh' ein Land

Das einem kranken General zum Opfer fiel.

Ich seh' den Mann

Der sich in Herrlichkeit und Prunk den Massen zeigt

Und der vom Jubel angespornt

Den blutbefleckten Thron besteigt.

 

Er spricht vom Heil

Und davon, wie er seinem Volk demütig dient,

Während sein kranker General

Das Land um ihn herum vermint.

Er spricht von Gott

Und von dem Recht, das ihn über die Andern stellt,

Und dass die Andern wertlos sind,

Wenn es so seinem Gott gefällt.

 

Ich möchte weinen für das Kind

Denn es hat keine Tränen mehr.

Ich möchte schreien für das Land

Denn Niemand hört sein Schreien mehr.

Ich möchte fluchen gegen die,

Die sich an ihrem Volk vergeh'n.

Doch sollt ich beten für die Welt

Damit die Menschen es versteh´n. 

 

 

Woche 31/2017

 

Es ist kein Traum,

Dass uns’re Welt sich doch für alle Menschen dreht,

Die Sonne für uns alle scheint

Und dass der Wind für alle weht,

Dass die Natur sich allen schenkt

Und keine Blume daran denkt,

Für welche Menschen sie ihr Haupt erhebt.

 

 

 

Woche 30/2017

 

Und wenn wir wollen,

Dass kein Krieg uns mehr zerstört

Und dass ein jeder

Nur die Liebe in sich hört,

Müssen wir dieser Kraft vertrau’n

Und nicht auf Unterschiede schau’n.

Schickt sie hinaus,

Auch wenn der Teufel sich noch wehrt!

 

 

 

Woche 29/2017

 

Es kommt der Tag,

Wo nicht ein Mensch mehr über allen Andern steht.

Es kommt der Tag,

Wo Friede ist und auch der letzte Hass vergeht.

Ist er auch fern,ich glaub daran,

Solange ich noch atmen kann.

Gebe ich auf, dann habe ich umsonst gelebt.

 

 

Woche 28/2017

 

Siehst Du die Sterne? 

Ja, es ist heller Tag und Du sagst, sie sind nicht zu sehen. 

Und ich sage Dir, sie sind da, auch wenn Du sie nicht siehst. 

Es gibt das Schöne, das weniger Schöne und das Hässliche. 

Du siehst nie alles gleichzeitig und doch ist alles da. 

Wenn Du das Eine siehst, was denkst Du?

Denkst Du das, was Du siehst?

Dann siehst Du das, was Du denkst.

 

Aber was, wenn Du denkst, was Du nicht siehst?

Denke das Verborgene!

Wenn sich das Schlechte offenbart, denke das Gute!

Denke es und Du wirst es sehen. 

Denke das Licht und es wird hell. 

Und sei es auch nur für einen Moment. 

Denke die Liebe und Du wirst sie spüren. 

Dieser kurze Moment verändert die Welt. 

Denke den Frieden und alles Andere wird unsichtbar. 

Dieser kurze Moment verändert die Welt. 

Für einen Augenblick wird Schatten zum Licht. 

Du siehst nie Beides. 

Was willst Du sehen?

Entscheide Dich!

 

Denke nicht, was Du siehst!

Was Du nicht siehst, ist viel näher. 

Es will gedacht werden. 

Es will gesehen werden. 

Siehst Du den Tod, denke das Leben!

Siehst Du Zerstörung, denke Vollkommenheit!

Siehst Du Trauer, denke Freude!

Siehst Du den Hass, dann denke die Liebe?

Denke das, was Du nicht siehst!

Was Du eben noch siehst, wird unsichtbar.

 

Du siehst, was Du denkst. 

Entscheide Dich!

 

 

 

Woche 27/2017

 

Nichts ist mehr wie es war. 

Es war besser bis gestern,

Wirklich gut war es nie. 

Gewalt ist nicht gut.

 

Doch was haben wir sonst?

Wir haben die Wahl. 

Jede Nacht hat den Tag,

Jeder Schatten das Licht. 

Jeder Krieg sucht den Frieden.

Warum seh’n wir es nicht?

 

Was dem Einen der Hass, 

Ist dem Andern die Sehnsucht,

Die Sehnsucht nach Frieden. 

Wenn Nichts ist, wie es war

Bis gestern, was ist

Und was wird morgen sein?

 

Nichts ist mehr, wie es war. 

Was war besser bis gestern?

Wirklich gut war es nie. 

Doch wie wird es morgen?

 

Es wird morgen so sein,

Wie es heute nicht war. 

Doch ist das Heute wie Gestern,

Wird das Morgen nicht besser. 

 

Nichts ist mehr, wie es war. 

Nichts war besser bis gestern. 

Doch was morgen geschieht,

Wird heute geschaffen. 

 

Nichts soll sein, wie es war. 

 

 

 

Woche 26/2017

 

Stumm vor Wut

 

 

Was soll ich tun?

Kann mir jemand sagen, 

Wie ich meine Wut beherrschen soll,

Diese grenzenlose und maßlose Wut?

Ich möchte etwas sagen. 

Und Alle sollen es hören.

 

Ich sehe Väter und Mütter,

Die ihre Kinder schlagen.i

Und ich möchte zurückschlagen

Im Namen der Kinder,

Die das nicht können,

Weil sie hundertmal schwächer sind.

 

Ich sehe Männer und Frauen,

Die lügen ohne jede Scham.

Nicht um mal eben die Wahrheit

Ein bisschen zu verbiegen.

Nicht aus Not oder Angst

Um das eigene Leben,

Sondern aus Gier.

Und ich möchte ihnen ihre Lügen

Um die Ohren hauen,

Ihnen in den Arsch treten

Für jedes falsche Wort,

Das Andere verletzt,

Die es geglaubt haben

Und weiter glauben.

 

Ich sehe Männer und Frauen,

Die Andere erpressen,

Sie zu Dingen zwingen,

Die diese nie tun würden,

Weil es unter ihrer Würde ist

Oder gegen ihre Überzeugung.

Ich sehe diese Leute

Und möchte sie knebeln

Und in Ketten legen,

Meine Zigarren in ihre Gesichter drücken

 

Tausend Dinge fallen mir ein,

Die ich mit diesen Leuten tun möchte.

Aber ich erschrecke zutiefst,

Denn das bin nicht ich.

Ich bin stumm vor Wut

Und will doch reden.

Ich will das eben nicht tun,

Was der Wütende in mir tun will.

 

Ich will keine Rache. 

 

 

 

Woche 25/2017

 

Friede ist da,

Wo Liebe ist. 

Liebe ist da,

Wo Friede ist.

Ohne das Eine

Gibt es nichts Anderes. 

 

 

 

Woche 24/2017*

 

Haltet sie nicht

Und sperrt sie nicht ein!

Vergiftet sie nicht!

Lasst die Tauben fliegen!

Fliegt mit ihnen,

Solange Ihr Kraft habt!

 

 

 

Woche 23/2017*

 

Kalte Wut zerrt die Grimasse.

Die Hände - kalt,

Schmerz, der verbrennt. 

Er löst sich einsam aus der Masse,

Trägt dem das Kreuz,

Den er nicht kennt. 

 

 

 

Woche 22/2017

 

Umdenken

 

Krieg ist mehr

Als gegenseitiges Töten.

Hass ist mehr

Als Schlagen und Quälen.

Faschismus ist mehr

Als ein böses Regime.

 

Friede ist mehr

Als der Verzicht auf Krieg.

Liebe ist mehr

Als das Gegenteil von Hass

Toleranz ist mehr

Als der Verzicht auf Verbote.

 

Friede ist

Selbstloses Da-Sein.

Liebe ist

Stille Hingabe..

Toleranz ist

Demut und Neugier.

 

Hass braucht Lügen.

Krieg braucht Waffen.

Faschismus braucht Gehorsam.

Liebe braucht nur ein gesundes Herz.

 

 

 

Woche 21/2017

 

Notausstieg

 

Ab und an

Hab ich alles umgeschossen.

Irgendwann

Habe ich mich dann entschlossen,

Stehenzubleiben

Und aus meinem Pnzer

Endlich

Auszusteigen. 

 

 

 

Woche 20/2017 *

 

Ist unser Schatten groß genug,

Um alle die darin zu wähnen,

Denen wir das Licht nicht gönnen?

Ist unser Schatten groß genug?

 

Ist unser Schatten kalt genug,

Nur die am Leben zu erhalten,

Die unser Gut für uns verwalten?

Ist unser Schatten kalt genug? 

 

Ist unser Schatten schwarz genug,

Dass die, die uns nicht folgen können,

Blindlings in ihr Verderben rennen?

Ist unser Schatten schwarz genug?

 

Ist unser Schatten groß genug,

Um alle, die im Stolz uns jucken,

Ohne Rülpsen zu verschlucken?

Sind wir selber groß genug? *

 

 

 

Woche 19/2017

 

Alles unklar

 

Nichts ist fest
In unser'm Leben,
Nicht die Liebe,
Nicht der Hass. 
Nichts kann uns Halt
Und Stärke geben,
Nicht mal auf Dummheit
Ist Verlass. 

 

 

 

Woche 18/2017

 

Wie genial wäre es
Allen Fremden einfach nur
Friedfertigkeit und Liebe
Zu unterstellen
Und einen Wettstreit auszurufen
Wer mehr Friedfertigkeit und Liebe besitzt?

 

 

 

Woche 17/2017

 

Eine Welt

 

Eine Welt und keine Grenzen,
Keine Mauern, keinen Zaun,
Hat weder Anfang, noch ein Ende,
Kennt keine Zeit, kennt keinen Raum.

 

Sie kennt kein Oben, kennt kein Unten,
Sie kennt kein Arm und kennt kein Reich,
Kennt keine Herren, keine Diener. 
Alles ist eins und alles gleich.

 

Eine Welt auf einer Erde,
Licht und Schatten, Tag und Nacht,
Warm und Kalt im steten Wechsel
Blaues Wunder, bunte Pracht.

 

Eine Welt und keine Grenzen,
Nur von fern so klar zu seh'n.
Wir, die wir klein sind und beschränkt,
Wir weigern uns, es zu versteh'n.

 

Die Welt ist groß genug für Alle,
Wenn wir keine Mauern bau'n,
Wenn wir teilen, was wir haben,
Und es nicht in die Tonne hau'n.

 

Eine Welt und keine Grenzen. 
Wir sind so unermesslich reich. 
Die Gier macht uns're Herzen hart,
Nur in der Birne sind wir weich.

 

Eine Welt und keine Grenzen -
Selbst Hass und Angst sind grenzenlos. 

 

 

 

Woche 16/2017

 

Wir spüren erst
Was Liebe ist
Wenn wir Hass und Streit
Erlebt haben

 

Wir spüren erst
Was Sattsein ist
Wenn wir Hunger und Armut
Erlebt haben

 

Wir spüren erst
Was Friede bedeutet
Wenn wir den Krieg

Bewusst wahrnehmen

 

Wer dazu nicht bereit ist
Kann sein Glück nicht begreifen

 

 

 

Woche 15/2017*

 

So lass uns denn ein Bäumchen Pflanzen,

Ein's, dass nicht dürr nach oben strebt,

Ein's, dessen Blüten Duft belebt,

In dessen Schatten Kinder tanzen!

 

So lass uns denn das Bäumchen hegen,

Dass es dem Licht zahllos verzweigt

Sein Blätterwerk entgegentreibt,

Es schützend über uns zu legen!

 

So lass uns denn zum Bäumchen geh'n,

Des Blüten Pracht so wunderbar!

Die Frucht wird uns erst offenbar,

Wenn wir die Blüten sterben sehen.

 

 

 

Woche 14/2017

 

Hoffnung

 

Die Sonne scheint wie jeden Tag in dieser Zeit.
Doch nicht ein Vogel wagt zu singen.
Und wieder macht sich Trauer breit.
Und jeder Stein schreit seine Schmerzen in die Welt.
Tote Augen klagen an,
Die niemand mehr für wertvoll hält.

 

Was ist passiert?
Sag mir, was ist hier geschehen?
Ich sah nur Blut und Rauch und Tränen.
Nicht einen Menschen konnt’ ich seh’n.

 

Gibt es Hoffnung?
Wo ist die Hoffnung?
Wo ist das Licht?
Gibt es Hoffnung?
Wo ist die Hoffnung?
Verdammt, ich weiß es nicht.

 

Die letzten Menschen, die hier lebten, sind längst fort.
Die ich hier sehe, sind nur Schatten.
Alles ist tot an diesem Ort.

Nur ein Grashalm sprießt vor meinen Augen hoch.
Ein Quäntchen Leben wie zum Trotz. “Was auch passiert, ich lebe noch!“

 

Was ist passiert?
Sag mir, was ist hier geschehen?
Ich sah nur Blut und Rauch und Tränen.
Und dieses kleine Ding blieb stehen.

 

Gibt es Hoffnung?
Wo ist die Hoffnung?
Wo ist das Licht?
Gibt es Hoffnung?
Wo ist die Hoffnung?
Verdammt, ich weiß es nicht.

 

Ist es nur Gras, was hier noch wächst? Ich glaub es nicht.
Ich seh’, hier wächst noch etwas Andres.
Denn jeder Grashalm braucht das Licht.
Wo etwas wächst, das ist da Leben, ist die Kraft.
Aus dem Halm wird eine Wiese.
Das kleine Leben hat’s geschafft.


Was ist passiert?
Sag mir, was ist hier geschehen?
Ich sah nur Blut und Rauch und Tränen.
Und jetzt möcht ich nicht mehr gehen.

 

Ja es gibt Hoffnung!
Hier ist die Hoffnung!
Hier ist das Licht!


Ja, es gibt Hoffnung!
Hier ist die Hoffnung!
Ganz klein und zart und schlicht.

 

Ja, es gibt Hoffnung!
Hier ist die Hoffnung!
Komm ruhig ganz nah.
Und wenn du Glück hast,
Dann ist auch für dich noch etwas da.

 

 

 

Woche 13/2017

 

 

PEACE

 

Ich habe nie den Krieg gesehen.
Ich habe ihn niemals erlebt,
Weiß nicht, wie es sich anfühlt, wenn
Die Welt im Bombenhagel bebt.

 

Ich habe nie in feuchten Kellern
Meinem Untergang geharrt
Und, als es wieder hell geworden,
Verkohlte Leichen weggekarrt.

 

Ich habe nie im Häuserschutt
All die gesucht, die nicht verbrannt,
Und all die namenlosen Täter
Bis in Ewigkeit verdammt.

 

Ich lief noch niemals um mein Leben,
War noch niemals auf der Flucht.
Ich habe niemandem vergeben,
Denn niemand hat danach gesucht.

 

Ich stand nie unter tausend andern
Stolz und verzückt am Straßenrand,
Um einen Mörder zu bejubeln
Mit ausgestreckter rechter Hand.

 

Ich saß noch niemals an der Straße,
Bettelnd um ein Stückchen Brot.
Ich saß noch nie in Dreck und Schlamm,
Um mich herum nur Schmerz und Tod.

 

Ich musste niemals mich entscheiden,
Stand noch niemals vor der Wahl,
Zu töten oder selbst zu sterben,
Wie groß wäre wohl die Qual?

 

Wie würde ich mich denn entscheiden?
Und wie soll ich die versteh’n,
Die für die Chance zu überleben
Über Kinderleichen geh’n?

 

Ich musste niemals aus dem Fenster
Runter auf die Straße seh’n,
Nur um mich zu vergewissern,
Welche Leute unten steh’n.

 

Ich musste niemals überlegen,
Zu wem ich welche Worte sag,
Weil nicht Freund vom Feind sich trennte
Und die Nacht sich nicht vom Tag.


Sag, was ist das für eine Welt,
Wo scheinbar Hass und Krieg regier’n?
Wo jeder gegen jeden kämpft
Und jeder Angst hat zu verlier’n.
Wo immer mächtiger die Reden
Und immer windiger das Wort
Und immer kleiner der Verstand,
Wo Schmerz und Qual ist immerfort?
Sag, was ist das für eine Welt,
Wo sich die Menschen nicht versteh’n,
Weil keiner auf den Andern hört
Und sie einander nicht mehr seh’n?
Sag, was ist das für eine Welt,
Wo man sich nie geborgen wähnt,
In der man nirgends sicher ist,
In der die Angst die Hoffnung lähmt?

 

Sag mir, was ist?
Warum sind wir hier?
Bist du mein Feind?
Warum fühl ich dann mit dir?
Warum spür ich dann
Soviel Zweifel, Wut und Schmerz?
Woher weiß ich dann,
Auch in dir schlägt doch ein Herz?
Wie kann ich sicher sein,
Dass dein Gott auch meiner ist?
Wie kann ich sicher sein,
Dass er auch mich nicht ganz vergisst?


Woher weiß ich denn,
Dass er mich so liebt wie dich?
Und wer sagt mir,
Dass er auch meine Sprache spricht?

 

Hey wir haben doch nur diese eine Welt.
Und irgendjemand hat uns da hinein gestellt.
Zufällig schwarz, zufällig weiß –
War es Zufall oder Ziel?
Jedem seinen eignen Gott,
Den er für sich besitzen will.
Der ihm alles erlaubt,
Wenn er nur fest an ihn glaubt.
Der ihm alles vergibt,
Solang der Mensch nur ihn liebt
Und ihn nie wieder vergisst,
Weil er der einzige ist.
Hey wir haben doch nur diese eine Welt.
Und da zählt nicht der Name Gottes,
Nicht die Farbe deiner Haut,
Nicht die Musik, nicht deine Sprache,
Die dir selbst doch so vertraut.
Und schließlich zählt in dieser Welt
Am allerwenigsten dein Geld.

 

Ich werde nie mit denen sein,
Die Hass und Vorurteile schür’n
Und die so dumpf und voller Angst
Das Glück des Neuen nicht mehr spür’n.

 

Ich werde nie mit denen sein,
Die so platt sind und so seicht
Und deren enger Horizont
Nicht bis zur Nasenspitze reicht.

 

Ich werde nie mit denen sein,
Die sich selber nicht mehr trau’n
Und deshalb jedem, der noch Mut hat,
Auch die letzte Chance verbau’n.

 

Ich werde nie mit denen sein,
Die Gott als ihre Schöpfung sehen
Und die sich ohne jede Ahnung
Ihre eigne Wahrheit dreh'n.

 

Ich werde nie mit denen sein,
Die nur den Krieg als Mittel seh’n
Und ohne Rücksicht auf Verluste
Diesen Weg zu Ende geh’n.

 

Wer ist denn schuld an dem Desaster?
Die Leute sind uns doch bekannt.
Schickt sie als Minensucher los,
Mit einem Hammer in der Hand!

 

Ich werde stets mit denen sein,
Die keinen Umweg je bereuen
Die immer fragen und probier’n
Und sich auf neue Wege freu’n.

 

Wir haben nicht die schönen Worte
Aufgesetzter Sympathie.
Wir brauchen Mut und Überzeugung
Und ein bisschen Phantasie.

 

Wir brauchen Mut, um zu beginnen.
Keiner hat allein die Kraft.
Zusammen können wir erreichen,
Was kein Einzelner je schafft.

 

Wir sind ja nur das kleine Volk,
Doch niemals machtlos gegen die.
Wir können alle etwas tun,
Und niemand muss uns sagen, wie.

 

Was in Gottes Namen hält uns?
Was haben wir schon zu verlier’n?
Doch nur die Achtung vor uns selbst
Oder ein Vakuum im Hirn.

 

Wir reden nur noch über Frieden,
Statt andauernd über Krieg.
Die Welt ist groß genug für alle.
Das ist der allergrößte Sieg.

 

 

 

Woche 12/2017

 

 

Sag mir, bin ich ein Träumer?
Nicht von dieser Welt?
Ein bisschen verrückt?
Ein naiver Phantast?
Weil ich den Frieden für möglich halte,
Weil ich einfach nicht glauben will,
Dass der Mensch an sich böse ist?
Weil ich glaube,
Dass für alle genug Nahrung da ist?
Weil ich glaube,
Dass die Welt groß genug ist für alle?
Weil ich glaube,
Dass man mit Liebe besser leben kann, als mit Hass?
Weil ich glaube,
Dass jeder Drecksack einen guten Kern hat?
Weil ich glaube,
Dass die Menschen sich nicht hassen wollen?
Weil ich glaube,
Dass der Mensch besser ist als die Menschen?
Weil ich weiß,
Dass die Erde rund ist
Und es überall Tag und Nacht gibt?
Weil ich weiß,
Dass jeder Mensch das Herz am selben Fleck hat?
Weil ich weiß,
Dass Musik und Poesie die Menschen verbindet?

Sag mir, dass ich ein Träumer bin.
Ich sage dir, ich bin stolz darauf.
Wenn ich nicht mehr träume,
Bin ich tot.
Ohne Phantasie 
Ist das Leben nichts wert.

Reden wir von Liebe!
Reden wir von Glück!
Reden wir von Hoffnung,
Und sei es nur ein ganz kleines Stück! 


Reden wir von Sonne!
Reden wir von Licht!
Reden wir von Wärme!
Und der Schatten fängt uns nicht. 

Reden wir von Schönheit,
Die nur ein Lächeln will! 
Reden wir vom Frieden,
Und tief im Herzen wird es still. 

Reden wir von Ehre!
Reden wir von Dank!
Reden wir von Treue
Ohne Treue wird das Herz am Ende krank. 

Reden wir von Gnade!
Reden wir von Stolz!
Reden wir von Freiheit!
Kein Herz ist jemals nur aus Holz. 

Reden wir von Stille!
Reden wir von Heil!
Reden wir von Leben!
Kein Weg dahin ist je zu steil. 

Let's walk together - Hand in Hand. 
This stony way!
Let's talk about freedom
Day by day!

Let's talk about mercy!
Let's talk about pride!
Let's talk about faith
And your heart will be wide. 

Let's talk about honour!
Let's talk about life!
Let's talk about silence!
Don't talk about fight! 

Let’s talk about Peace
Hand in hand!Und 

 

 

 

Woche 11/2017

 

 

Wie viele Opfer waren es heute?
Tot, verwundet, obdachlos –
Vertrieben vom eigenen Land.
Hast du sie gezählt?
Wer hat sie gezählt?
All die Namenlosen
Von deren Existenz die Überreste
Zum Kilopreis an die Agenturen verkauft werden.
Sie reden vom Krieg
Gegen Menschen
Gegen Nachbarn
Gegen Freunde
Die plötzlich Feinde sein sollen.
Sie reden von Macht
Und von Unabhängigkeit
Und Überlegenheit
Und vom Trotz
Dem Trotz – jetzt erst recht!

 

Wer redet vom Frieden?
Es ist niemand zu hören.
Vögel singen vom Frieden.
Blätter raunen vom Frieden.
Alle Geräusche von Bäumen und Tieren
Bedeuten Frieden.


Ein Wort, das das Plätschern des Baches übersetzt.
Es heißt Friede.
Ein Wort, das meinen bösen Traum vertreibt.
Es heißt Friede.
Ein Wort, das jede Angst besiegt.
Es heißt Friede.
Ein Wort, das meine Gedanken von Bosheit heilt,
Es heißt Friede.
Ein Wort, das verbindet, statt zu trennen,
Es heißt Friede.
Wir haben es in der Hand,
Die Welt zu verändern.

 

Reden wir vom Frieden.
Doch wer erfand den Krieg?
Reden wir vom Frieden.
Und wer erringt den Sieg?
Reden wir vom Frieden.
Wann haben wir vom Krieg genug?


Reden wir vom Frieden.
Und wann durchschauen wir den Betrug?
Reden wir vom Frieden.
Die ganze Welt sehnt sich danach.
Reden wir vom Frieden.
Der Krieg ist aus. Was kommt danach?
Wir haben alles, was wir brauchen.
Viele andre haben’s nicht.
Sind wir besser als die andern?
Steh’n sie im Schatten, wir im Licht?
Wollen wir sie wirklich hassen,
Nur weil sie so mächtig sind?
Und weil jeder, wenn er kann,
Sich mehr, als ihm zusteht, nimmt.

 

Reden wir vom Frieden,
Wo die Vernunft nicht glauben will.
Reden wir vom Frieden,
Er ist nicht laut. Sein Sieg kommt still.

 

Der Krieg verschlingt seine Soldaten.
Er treibt mit ihrem Leben Scherz
Er tötet Menschen, richtet Staaten
Und hinterlässt nur Schutt und Schmerz.
Er bringt kein Leben je hervor,
Zerstört nur, wo es leben will.
Und doch steht Friede schon davor,
Der ohne Waffen siegen will.

 

Was für eine Utopie:
Der Friede schlägt den Krieg.
Was für eine Utopie:
Kein Blut beschmutzt den Sieg.
Es wird den Kampf verlieren,
Wer in den Krieg verliebt.
Nur einer kann gewinnen,
Der, der das Leben liebt.


Und ich sah eine weiße Taube.
Sie flog weit über mir
Dem Horizont entgegen.
Die Hoffnung lebt in mir.

 

 

 

Woche 10/2017

 

Licht

 

 

Was ist nur los mit uns?
Nur weil jemand eine andere Sprache spricht,
Oder anders aussieht wie wir,
Haben wir Angst?
Ist es Angst?
Aber wovor?
Vor der dunkleren Haut,
Oder vor der Sprache
Hinter dem Lachen,
Die wir nicht verstehen
Und die uns dieses Lachen
So unheimlich macht?

 

Welche Farbe hat der Verstand?
Welche Sprache spricht das Herz?
Ist der Verstand wirklich so blass
Wie die,
Die ihn für sich alleine
Haben wollen?


Und spricht das Herz nur jene Sprache,
Die Sprache ohne Phantasie
Und ohne das Warum und Wie
Und ohne jede Poesie,
Die alles kennt,
Nie zögern lässt,
Nie warten lässt,
Nie staunen lässt,
Die alles weiß   
Und nie mehr fragt,
Weil das Herz versteht,
Was der Kopf ihm sagt?

   

Wer hat etwas zu reden?
Wer weiß etwas zu sagen?
Ist noch jemand am Leben,
Der den Mut hat zu fragen?
Wer hat etwas zu suchen?
Wer hat etwas zu wagen?
Und wer traut sich zu fluchen,
Der den Mut hat zu zagen?
Ist hier jemand im Raum,
Der bereit ist zu tragen,
Für einen irren Traum
Sich mit Zweifeln zu plagen?
Wer stellt sich den Zweifeln,
Die tief in ihm nagen?
Wer von uns hält es durch,
Kann den Druck noch ertragen?

 

Hey,
Was ist los mit euch?
Ihr reißt euch den Arsch auf,
Ihr rennt und ihr keucht
Und euren Verstand
Reißt ihr dabei in Stücke.
Ihr stürzt euch ins Wasser
Und baut dann eine Brücke.

  

Hey,
Was ist los mit euch?
Ihr haut alles kaputt,
Was noch kreucht und fleucht.
Ihr beschimpft und bespuckt euch
Mit wachsender Wonne
Und tretet dabei
Euer Herz in die Tonne.


Wer von euch glaubt an Gott?
Hebt mal alle die Hände!
Manche schauen ganz verlegen
An Decken und Wände.
Sind die Worte so peinlich,
Die ich hier verwende,
Oder glaubt ihr ganz einfach,
Dass ich Zeit verschwende?
Doch die Frage ist ernst,
Es toben überall Brände
Und all die Weisen sind
Mit ihrer Weisheit am Ende.
Reden können sie alle
Klug und behände.
Jeder macht sich vom Acker,
Dann ist Ende Gelände.


Hey,
Was ist los mit dir?
Hast du etwas zu sagen?
Warum bist du hier?
Du verlässt dich auf die,
Die angeblich viel wissen
Und die sich klammheimlich,
Wenn’s drauf ankommt, verpissen.

 

Hey,
Was ist los mit dir?
Wach endlich auf!
Die wahre Macht sind wir.
Wir verändern die Welt,
Ein jeder für sich
Und alle zusammen.
Wir sind das Licht!

 

Erwecke in dir das Leben!
Lass Vertrauen wachsen auf deinem Verstand!
Um dein Herz empor zu heben,
Erwache im Licht und gib deine Hand!

 

 

 

Woche 9/2017

 

Was sagt der Fisch
Wenn du ihn fragst
Wo das Meer ist? 
Was sagt der Vogel
Wenn du ihn fragst
Wo der Himmel ist? 
Was sagt ein Kind 
Auf die Frage nach dem Glück? 
Und was sagst Du
Wenn man Dich fragt?

 

Was sagt das Schaf
Welches Gras am besten schmeckt? 
Was sagt das Gras
Von wem es lieber gefressen wird? 
Was sagt der Vogel? 
Scheint ihm die Sonne
Hell genug? 
Was sagt die Sonne
Für welche Vögel sie lieber scheint? 
Und was sagst Du
Wenn man Dich fragt?

 

Wohin schwimmt der Fisch
Wenn ihm das Meer nicht gefällt?
Wohin fliegt der Vogel
Wenn ihm der Himmel zu grau ist?
Und wohin gehst Du 
Jetzt und hier?

 

 

 

Woche 8/2017

 

 

Wir spüren erst
Was Liebe ist
Wenn wir Hass und Streit
Erlebt haben

 

Wir spüren erst
Was Sattsein ist
Wenn wir Hunger und Armut
Erlebt haben

 

Wir spüren erst
Ws Friede bedeutet
Wenn wir den Krieg bewusst wahrnehmen

 

Wer dazu nicht bereit ist
Kann sein Glück nicht begreifen.

 

 

 

Woche 7/2017

 

Sonnenaufgang

 

 

Der Morgen danach,
Genauso warm,
Genauso kalt,
Genauso wach,
Gleichgültig über allem 
So oder so,
Über Tod oder Leben 
Weder traurig noch froh.

 

Die Sonne geht auf 
Über blutigen Feldern.
Es leuchten die Blätter 
In schweigenden Wäldern.
Es schweigt der Verstand,
Es schreien die Herzen,
Es flüstert der Wind,
Verweht alle Schmerzen.

 

Ein Vogel singt.
Was weiß er schon?
Vom Tod singt er 
Mit keinem Ton.
Es tändeln die Zweige,
Es wispert das Laub 
Und Friede legt sich 
Über Asche und Staub.

 

Die Natur erwacht.
Sie kennt keinen Krieg.
Im Dunkeln wird Licht -
Ein alltäglicher Sieg.
Sie braucht keinen Kampf 
Und nichts wird zerstört,
Weil alles in allem 
Auch allen gehört.

 

Und wieder brechen Menschen über sie herein,
Denn sie erlauben ihr nicht einfach nur zu sein.
Sie brauchen Platz und eine Bühne für ihr Tun.
Sie können ohne ihre Grausamkeit nicht ruh'n.

 

Ist es Hass auf das,
Was ich nicht bin?
Ist es Angst vor dem,
Was ich nicht kann?
Ist es Angst vor der Wahrheit?
Hass auf mich selbst?
Wenn es das nicht ist,
Was ist es dann?

 

Die Natur sieht den Kampf,
Den sie nicht will.
Sie sieht den alltäglichen 
Overkill.
Auf ihrem Rücken 
Zerstörung und Leid.
Statt Neugier und Ehrfurcht 
Nur Missgunst und Neid.
Und dennoch tagtäglich 
Erwacht sie neu.

Sie ist ewig beständig,
Unermüdlich und treu.


Sie ist niemals grausam,
Schlägt niemals zurück.
Sie ist, was sie ist 
In ihr liegt das Glück.

 

Der Morgen danach,
Der Tag nach der Schlacht -
Die Sonne geht auf,
Wo Niemand mehr wacht.

 

Das Klagen verhallt,
Die Tränen versiegt,
Die Opfer gezählt,
Gewissen besiegt.

 

Am Morgen danach 
Ist alles normal,
Genauso wie immer.
Alles andere egal.

 

 

 

Woche 6/2017

 

Was soll ich tun?
Kann mir jemand sagen, 
Wie ich meine Wut beherrschen soll,
Diese grenzenlose und maßlose Wut?
Ich möchte etwas sagen. 
Und Alle sollen es hören.

 

Ich sehe Väter und Mütter,
Die ihre Kinder schlagen.
Und ich möchte zurückschlagen
Im Namen der Kinder,
Die das nicht können,
Weil sie hundertmal schwächer sind.

 

Ich sehe Männer und Frauen,
Die lügen ohne jede Scham.
Nicht um mal eben die Wahrheit
Ein bisschen zu verbiegen.
Nicht aus Not oder Angst
Um das eigene Leben,
Sondern aus Gier.
Und ich möchte ihnen ihre Lügen
Um die Ohren hauen,
Ihnen in den Arsch treten
Für jedes falsche Wort,
Das Andere verletzt,
Die es geglaubt haben
Und weiter glauben.

 

Ich sehe Männer und Frauen,
Die Andere erpressen,
Sie zu Dingen zwingen,
Die diese nie tun würden,
Weil es unter ihrer Würde ist
Oder gegen ihre Überzeugung.
Ich sehe diese Leute
Und möchte sie knebeln
Und in Ketten legen,
Meine Zigarren in ihre Gesichter drücken.

 

Tausend Dinge fallen mir ein,
Die ich mit diesen Leuten tun möchte.
Aber ich erschrecke zutiefst,
Denn das bin nicht ich.
Ich bin stumm vor Wut
Und will doch reden.
Ich will das eben nicht tun,
Was der Wütende in mir tun will.

 

Ich will keine Rache.  

 

 

 

Woche 5/2017

 

Am Morgen danach 
Ist alles wie immer. 
Am Morgen danach 
Ist nichts wie es war. 
Am Morgen danach 
Ist alles noch schlimmer 
Es wird immer so sein, 
Weil es immer so war.

 

Am Morgen danach 
Hörst du tausend Stimmen. 
Am Morgen danach 
Ist die Luft wieder rein. 
Am Morgen danach 
Tausend Vögel, die singen. 
Wieder denkst du voll Glück, 
Es würd' immer so sein.

 

Am Morgen danach 
Ist alles vergessen 
Am Morgen danach, 
Wenn das Leben erwacht, 
Ist alles dahin, 
Was du jemals besessen, 
Und ersteht wieder neu 
Aus dem Dunkel der Nacht.

 

Der Friede entsteht 
Jeden Tag immer wieder. 
Du hast einen Tag Zeit, 
Dass Krieg daraus wird. 
Geht ein Licht auf im Herzen, 
Dann machst du es nieder, 
Weil dem Frieden nicht traut, 
Wer die Hoffnung verliert.

 

Am Morgen danach 
Ist alles wie immer. 
Am Morgen danach 
Beginnt alles von vorn. 
Das Leben erwacht - 
Nur ein ganz zarter Schimmer. 
Jede Waffe der Welt 
Hat dagegen verlor'n.
 

 

 

Woche 4/2017

 

 

Mensch, wer bist Du? 
Woher kommt die Kraft 
Die Dich treibt und bestimmt 
Und Dir Macht verschafft?

 

Mensch, wer bist Du? 
Und wo kommst Du her? 
Glaubst Du, die Welt 
Wäre ohne Dich leer?

 

Mensch, wer bist Du? 
Und wer willst Du sein? 
Erkenn Deine Größe 
Und ordne Dich ein!

 

Mensch, wer bist Du? 
Und was ist Dein Ziel? 
Frage Dich selbst! 
Vielleicht willst Du zu viel.

 

Mensch, wer bist Du? 
Wie groß kannst Du sein? 
Nur Du kennst die Antwort. 
Noch sind wir zu klein.

 

 

 

Woche 3/2017

 

 

 

JA hat nur halb so viele Buchstaben
Wie NEIN
Und ist doch mindestens
Doppelt so schwer zu sagen
JA ist Vertrauen 
JA ist Liebe 
JA ist Sehnsucht 
JA ist Friede 
JA ist Nähe 
JA ist Sicherheit 
JA ist JA 
VIELLEICHT ist schon NEIN
 

Woche 2/2017

 

 

Jeder kann ein Geschenk sein
Für die Welt
Aber warum 
Um alles in der Welt
Muss man einen kleinen 
Funkelnden Diamanten
In einer riesengroßen Kiste
Mit Bergen von Tüll verpacken?
Wie lächerlich ist es
Den Wert eines Menschen
Mit Äußerlichkeiten
Zu beschreiben?

 

 

 

Woche 1/2017

 

 

 

Und wieder ein Jahr
Und alle Jahre
Liebe, Frieden
Harmonie
Und Hoffnung
Auf bessere Zeiten

 

Am Himmel zog 
Ein Stern vorbei
Wie jedes Jahr
Einer von vielen
Myriaden
Wir sehen nur ihn
Hell und leuchtend
Strahlend schön
Myriaden Lichter 
Myriaden Sterne
Hier in der Welt
Vor unseren Augen
Jedes Leben ein Stern
Ein Licht im Dunkeln
Draußen wie hier
Milliarden Sterne
Lichter im Dunkeln
Entsteh'n und Vergeh'n

 

Am Himmel ein Stern
Unter Myriaden von Sternen
Wir sehen nur einen
Nur einmal im Jahr
Und lassen ihn zieh'n
Er ist unerreichbar
Da draußen im All
Und kommt doch immer wieder
Alle Jahre
Singen wir ihn herbei

 

Am Himmel ein Stern 
So viele auf Erden
Jedes Leben ein Licht
Der Stern am Himmel
Er zieht vorüber
Jahr für Jahr
Viele zogen vorüber
Vor unseren Augen
Gebor'n und erloschen
Vor unseren Augen
Grauschwarze Wolken
Vor unseren Augen
Und dann dieses Licht
Es brennt für uns
Eines für Jeden
Und meines für Euch
Mein Licht im Dunkeln
Für Liebe und Frieden
Und Hoffnung
Auf bessere Zeiten

 

 

 

Woche 52/2016

 

Wenn man religiösen Extremismus 
mit politischem bekämpft
Hat man auf beiden Seiten
Nur Wahnsinn gewonnen

 

 

 

 

Woche 51/2016

 

Weihnacht*

 

Oh Du Fröhliche?

 

Kinderstimmen singen süß,

Während Kinder Hungers sterben.

Derweil

Schießen Männer,

Die die Kraft dazu noch haben,

Aufeinander, um damit

Für ihr vermeintlich' Recht zu werben.

 

Stille Nacht?

 

Friedlich sind heut' Nacht nur die,

Die nicht um's nackte Leben bangen.

Derweil

Ist der Himmel,

In den wir alle heute schauen,

Von den Tränen derer,

Die gestorben sind, verhangen.

 

Ihr Kinderlein kommet?

 

Ich frag' mich nicht nur heute Nacht,

Zu wem die Kinder kommen sollen.

Derweil

Ist's nicht einfach,

Dass wir den Kindern all das geben,

Was sie zu dieser Zeit von uns

Am dringendsten doch haben wollen.

 

Es ist ein Ros' entsprungen.

 

Wir bau'n uns eine Welt aus Stein

Und doch gibt es noch echte Rosen.

Derweil

Sollten wir doch

Trotz der Rosen Dornen wissen,

Dass es einen Trost gibt

Trotz der Zeit, der hoffnungslosen.

 

 

 

Woche 50/2016

 

Krieg ist Handwerk
Liebe ist eine Gabe 
Für das eine braucht man Ehrgeiz
Und vielleicht Talent
Für das andere einfach nur 
Offenheit und Vertrauen.

 

 

 

 

Woche 49/2016

 

 

Was ist das Leben wert?
ist es Dich wert
Und mich?
Sein Wert ist die Spur
Die wir hinterlassen
Mit unserem Leben

 

 

 

 

Woche 48/2016

 

Das Glück

Das alle sehen

Die sehen können

Ist flüchtig

Das Glück

Das Keiner sieht

Der nicht hinsieht

Ist von Dauer Das Glück Das im Herzen blüht Ist ewig Im Licht der Liebe Meiner Liebe Ist des Andern Glück
Der Friede,
Der groß plakatiert wird
Ist künstlich
Der Sieg,
Der laut verkündet wird
Ist brüchig.
Der Friede,
Der im Verborgenen geschlossen ist
Von Mensch zu Mensch
Von Herz zu Herz
Ist lebendig

 

Friede wächst
In den Herzen
Und der Grund ist
Liebe

 

 

 

 

Woche 47/2016

 

Was ist das Leben wert?
Es ist Dich wert
Und mich?
Sein Wert ist die Spur
Die wir hinterlassen
Mit unserem Leben

 

 

 

 

Woche 46/2016

 

Ein Kind versteht den Krieg nicht, 
Ein Erwachsener nicht den Frieden. 
Man muss es dem Einen 
Mit den Worten des Anderen erklären.

 

 

 

Woche 45/2016

 

Die Genialität 
Kranker Gehirne 
Perfide Perfektion 
Genormter Tod 
Kontrollierte Kälte 
Kaltes Kalkül 
Megatonnen Vernichtung 
Geplant und geduldet 
Es gibt kein Halten 
Denn keiner sagt HALT 
Tod und Elend 
Am Reißbrett erdacht 
Auf Karten gezeichnet 
Vom Himmel geworfen 
Auf Menschen und Tiere 
Auf Häuser und Plätze 
Fremd und abstrakt 
Im Fadenkreuz 
Es gibt kein Halten 
Denn keiner sagt HALT

 

 

 

Woche 44/2016

 

Kain*

 

Kain!

Wo ist Dein Bruder?

Wo der,

Mit dem Du teilen kannst

Ein Land,

Das Du niemals ermisst?

Wo der,

Der hütet all das Leben,

Dem Du

Zum Leben Nahrung gibst?

Wo der,

Der Dir durch eig'nes Tun

Kraft gibt,

Selbst Nahrung zu erbau'n?

Wo der,

Der jedes Opfer achtet

Und selbst

Sein allergrößtes bringt?

Wo der,

Der heut im Licht erstrahlt,

Tag's drauf

Noch heller es zu seh'n?

Kain!

Wo ist Dein Bruder?

Wie hell

Soll dies, Dein Opfer strahlen?

 

 

 

 

Woche 43/2016

 

Stolpersteine

 

 

 

Legt Steine in die Straßen
Klobig kantig schwer
Unübersehbar
Der Blick soll stolpern
Nicht der Fuß
Wehtun soll es
Nicht verletzen

 

Legt Steine in die Straßen
Stolpersteine
Die uns erinnern
Was gewesen
Und niemals wieder sein darf
Legt Stolpersteine
In die Herzen

 

Das Herz soll stolpern
Bei jedem Stein
Und weinen soll es
Stein um Stein
Mit jedem Stolpern
Weinen soll es
Nicht verzweifeln

 

Stolpern will ich
Über Steine
Voller Bilder
Bilder von Menschen
Die ich nicht gekannt
Die ich nicht hätte 
Kennen dürfen

 

Was ist der Schmerz für den
Der stolpert
Demgegenüber
Der gefallen
Und gehenkt
An den uns nur
Ein Stein erinnert

 

Legt Steine in die Herzen
Legt Steine in die Köpfe
Stolpersteine
Für das Denken
Und legt sie so
Dass stolpern muss
Wer es nicht will

 

(„Stolpersteine“ ist eine europaweite Initiative, mit der an ehemalige jüdische MitbürgerInnen erinnert werden soll, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden.)

 

 

 

Woche 42/2016

 

Schweigen

 

Schweigen
Verlegenheit

 

Schweigen
Hilflosigkeit 
Trauer

 

Schweigen
Angst

 

Schweigen
Verzweiflung 
Wut dv
Hass

 

Schweigen
Resignation 
Ratlosigkeit 
Leere

 

Schweigen
Gleichgültigkeit 
Blindheit 
Taubheit 
Ignoranz


Schweigen
Verlogenheit 
Kaltherzigkeit

 

Schweigen
Offenheit 
Neugier 
Interesse 
Zurückhaltung

 

Schweigen
Bescheidenheit 
Wertschätzung 
Mitgefühl 
Freude

 

Schweigen 
Gedanken

 

Schweigen
Gedenken

 

Schweigen


Liebe

 

 

 

 

Woche 41/2016

 

Durch alle Zeit

 

 

Durch alle Zeit gewandert

Durch alle Zeit gesucht

Die Amnesie des Midas

Für alle Zeit verflucht

Irrt schreiend durch die Wälder

Entlaubt zerschlägt verbrennt

Erwachen in der Heimat

Wo keiner ihn erkennt

Zum selben Leben neu geboren

So wie es ihm gefällt

Die Moral liegt längst im Dreck

Wie macht man sie zu Geld

Durch alle Zeit gewandert

Durch alle Zeit gesehnt

An des Erkennens Grauen

Zeitlebens angelehnt

Schaut immer in die Richtung

Aus der die Sonne scheint

Und sieht vom Licht erblindet

Nicht wer hinter ihm weint

Durch alle Zeit gewandert

Durch alle Zeit bewegt

Die Vision des Friedens

Als Larve angelegt

Die über jener Fratze

Den Schleier zugemacht

Die halb zynisch halb erschreckt

Den schlechten Witz belacht

Durch alle Zeit gewandert

Durch alle Zeit gescherzt

Durch alle Zeit gelogen

Die Zeit hat es verschmerzt

 

 

 

 

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